Elf Jahre später eine neue Verhaftung
Mauro Antonio Mosso Benítez, Transitdirektor in Iguala, wurde diesen Dienstag wegen organisierter Kriminalität verhaftet. Der SSPC gab die Festnahme während einer Durchsuchung bekannt, bei der Waffen und kontrollierte Substanzen beschlagnahmt wurden.
Das Interessante – und das, was nach Opportunismus riecht – ist seine Vergangenheit. Als 2014 die 43 Schüler der Ayotzinapa Rural Normal School verschwanden, war Mosso Benítez Staatspolizist. Einige Berichte deuten darauf hin, dass er in dieser Nacht ein Telefon benutzt hat, das einem der Jugendlichen gehörte.
Die Regierung hat mitgeteilt, dass der Beamte dem Staatsministerium zur Feststellung seiner rechtlichen Situation zur Verfügung gestellt wurde.
Die selektive Erinnerung an Macht
Dies geschieht, nachdem Claudia Sheinbaum Ende letzten Jahres die Verhaftung von zehn weiteren Personen bekannt gegeben hat, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen. Bei demselben Treffen mit Familienmitgliedern stimmte die Präsidentin zu, die internationale Ermittlergruppe wieder einzusetzen, die ihre eigene Regierung und die Armee zuvor blockiert hatten.
Erinnerst du dich? Das Militär weigerte sich, Dokumente mit abgehörten Gesprächen des kriminellen Netzwerks herauszugeben. Jetzt nehmen alle an der Operation teil: SSPC, FGR, Sedena, Marine und Nationalgarde. Wie praktisch.
Zu den früheren Festnahmen gehörten kommunale Polizisten wie Rodolfo Rueda und Krematoriumsbesitzer. Die Theorie – die der Staat nie geklärt hat – legt nahe, dass einige Leichen zu Funerarias El Ángel und Funerales Economicos Rueda gebracht wurden.
Mehr als elf Jahre später wurden nur noch drei Knochenstücke von drei Studenten gefunden. Der Rest fehlt noch. Zweifel häufen sich; Die Antworten fallen durch ihre Abwesenheit auf.
Der SSPC sagt in seiner Erklärung, dass dies „sein Engagement bekräftigt, die Ermittlungen voranzutreiben“. Es hört sich gut an, bis man einen Blick auf den Kalender wirft: mehr als ein Jahrzehnt Straflosigkeit, widersprüchliche offizielle Versionen und eine juristische Wahrheit, die scheinbar durch die Finger rutscht.
Ist das verzögerte Gerechtigkeit oder einfach nur Theater? Die kollektive Erinnerung vergisst nicht, dass dieser Fall wie kaum ein anderer eine kriminelle Absprache zwischen Behörden und kriminellen Gruppen aufzeigte. Jede neue Verhaftung ist mit wohlverdienter Skepsis verbunden.




