Ein Abschied mit Ehrengarde im Land der Großeltern
In einer ebenso absurden wie tragischen Wendung des Schicksals wurde der Oaxaca-Journalist Israel Enrique Gallegos Soto genau in der Gemeinde Matías Romero Avendaño beigesetzt. Die Ironie? Diese Fahrt mit dem berühmten Interoceanic Train – diesem Wunderwerk der Technik, das heute in Albträumen die Hauptrolle spielt – diente angeblich einem Urlaub mit seiner Partnerin. Life, dieser Drehbuchautor mit sehr schlechtem Geschmack, entschied, dass das endgültige Ziel das Haus seiner Großeltern sein würde, aber für eine Totenwache, nicht für einen Familienbesuch.
Seine Berufskollegen, die normalerweise das Unglück anderer Menschen erzählen, mussten dieses Mal einen von ihnen als Ehrenwache stellen. Denn nichts sagt so viel über „Anerkennung einer Karriere“ aus, wie das Bilden einer stillen Schlange vor einem Sarg. Die Messe und die anschließende Beerdigung wurden mit der Pünktlichkeit geplant, die der Tod erfordert, offenbar im Gegensatz zu Bahnfahrplänen.
Die Familie, der Onkel und die im Krankenhaus befindliche Ehefrau: die Verteilung dieser Tragödie
Inmitten des Schmerzes erschien die Gestalt des Onkels Ares Edgardo Jiménez del Toro und erklärte, dass er Israel als einen Sohn betrachte. Mit solch sorgfältiger Fürsorge, seit er klein war, konnte er am Ende nur seinen leblosen Körper in Empfang nehmen. Mit der bitteren Klarheit, die mit Trauer einhergeht, erinnerte er sich daran, dass der Journalist überzeugt worden sei, von Mexiko-Stadt nach Oaxaca zurückzukehren, um „komplizierten Situationen“ zu entgehen. Denn am sichersten war es eindeutig, auf der Landenge von Tehuantepec in einen Zug einzusteigen. Lebensplanung ist manchmal eine Komödie aus Fehlern.
Und dann ist da noch der Hoffnungsschimmer, der aufgenommen werden muss, damit der Artikel nicht so verheerend wird: Seine Frau, Karen Leyva, liegt immer noch im Krankenhaus. Die National Media Union (SINMCO) meldete schnell, dass sein Zustand stabil sei und die Diagnose günstig sei. Gott sei Dank. Denn in diesem dramatischen Spielfilm hat zumindest einer der Hauptprotagonisten eine Chance, das Krankenhaus lebend zu verlassen, wenn auch nicht aufgrund des Traumas. Das medizinische Team sorgt für die Pflege, während der Rest von uns unser krankhaftes Interesse an den Nachrichten zum Ausdruck bringt.
So ist es: eine Entgleisung in der Isthmus-Region, ein Eisenbahnprojekt im Auge des Hurrikans, ein toter Kommunikator und eine zerstörte Familie. Ein Cocktail des Unglücks, der die Politik großer Werke mit den intimsten und herzzerreißendsten menschlichen Kosten vermischt. Denn am Ende werden Schlagzeilen über Infrastruktur und Unfälle immer mit Vor- und Nachnamen geschrieben, auch wenn wir sie später schnell vergessen.
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