Ein schneller Abschied und eine große Krise
Tottenham hat eine drastische Entscheidung getroffen. An diesem Sonntag bestätigte der Londoner Klub den Abgang von Igor Tudor, nur sieben Spiele nach seinem Amtsantritt als Interimstrainer. Die Lage ist ernst: Die Mannschaft versinkt im Kampf um den Abstieg.
„Wir können bestätigen, dass einvernehmlich vereinbart wurde, dass Trainer Igor Tudor den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen wird“, gab der Verein in einer Erklärung bekannt.
Die Nachricht kommt zum schlimmsten Zeitpunkt. Die Spurs sind seit sieben Premier-League-Spielen ohne Steuermann und liegen nur einen Punkt vor der roten Zone. Ein totaler Schwindel für eine historische Institution.
Eine Phase, die von Tragödien und schlechten Ergebnissen geprägt war
Tudor kam im Februar mit einer klaren Mission an: die Saison retten. Er konnte es nicht. Ihr letztes Spiel war eine harte 0:3-Niederlage gegen Nottingham Forest. Und gleich nach diesem Treffen erhielt er die Nachricht vom Tod seines Vaters.
„Wir erkennen auch die Trauer an, die Igor in letzter Zeit erlitten hat, und senden ihm und seiner Familie in dieser schwierigen Zeit unsere Unterstützung“, heißt es in der Erklärung von Tottenham.
Aber über das persönliche Drama hinaus sind die Zahlen unerbittlich. Unter seiner Führung kassierte die Mannschaft sieben Niederlagen in Folge, die schlimmste Serie in der fast 144-jährigen Vereinsgeschichte. Sie haben in der Liga 13 Spiele ohne Sieg absolviert.
Die umstrittenste Episode ereignete sich in der Champions League gegen Atlético de Madrid. Tudor zog Ersatztorwart Antonin Kinsky in der 17. Minute nach zwei Patzern vom Platz. Die Geste des Kroaten, den Spieler beim Verlassen völlig zu ignorieren, sorgte für Aufsehen.
„Was er dort getan hat, hat für mich seine Karriere völlig zerstört. Das wird einiges erfordern, das überwunden werden muss“, sagte der legendäre Peter Schmeichel.
Nun sucht Tottenham verzweifelt nach einem Retter. Es fallen Namen wie Roberto De Zerbi oder Sean Dyche. Sie könnten sich sogar wieder an Ryan Mason wenden, einen Mann des Hauses. Die Uhr tickt. Die Premier League verzeiht nicht.




