Sinner unterzeichnet eine Absichtserklärung auf Ton
Jannik Sinner ist nicht mehr nur der König des Hartplatzes. An diesem Sonntag gewann der Italiener zum ersten Mal das Monte Carlo Masters und besiegte Titelverteidiger Carlos Alcaraz mit einem Doppelpack mit 7:6(5) und 6:3. Aber das geht über eine Trophäe hinaus.
Mit diesem Sieg erobert Sinner die Nummer-1-Position im ATP-Ranking zurück, die ihm sein großer Rivale abgenommen hatte. Ein Meisterzug im ewigen Kampf, den sie bereits „Sincaraz“ nennen.
„Das Ergebnis ist unglaublich. Die Rückkehr zur Nummer 1 bedeutet mir sehr viel“, rief ein aufgeregter Sinner nach dem Spiel aus.
Es war das neunte Finale zwischen diesen beiden Giganten. Sinner mit vier Grand Slams im Vergleich zu Alcaraz mit sieben. Der Italiener reduzierte den Vorsprung in seinen direkten Duellen (jetzt 10:7 zugunsten des Spaniers) und sicherte sich seinen 27. Profititel.
Das Wichtigste: Es ist sein erster Masters-Titel auf Sand. Eine klare Botschaft für Roland Garros.
Wind, Comeback und Charakter
Die Bedingungen im Monte Carlo Country Club waren nicht einfach. Böiger Wind, der die Konzentration beider auf die Probe stellte. Sinner kam im zweiten Satz sogar von einem 1:3-Rückstand zurück und zeigte dabei beeindruckende Coolness.
„Es wehte ein wenig Wind, eine Brise“, erklärte Sinner bescheiden. „Andere Bedingungen… Ich bin sehr glücklich, auf diesem Untergrund einen großen Titel zu gewinnen; das habe ich noch nie zuvor geschafft und es bedeutet mir sehr viel.“
Sinner beendete das Spiel mit dem Aufschlag und fiel auf die Knie, als Alcaraz‘ letzter Schuss weit ging. Die Szene sagte alles: Anstrengung, Erleichterung und Triumph.
Alcaraz, der mit 17 Siegen in Folge auf Sand antrat, zeigte sich großzügig mit der Niederlage.
„Was Sie gerade leisten, ist beeindruckend. Herzlichen Glückwunsch zu allem“, bestätigte der Spanier.
Eine Traumsaison, die weitergeht
Dies ist der dritte Titel des Jahres für Sinner, nachdem er Indian Wells und Miami besiegt hat. Ihm gelingt etwas Historisches: Er ist erst der vierte Mann, der das Finale der ersten drei Masters der Saison erreicht.
Er tritt einem exklusiven Club bei, in dem nur Novak Djokovic war (2015). Ein Luxusunternehmen.
Obwohl Alcaraz dieses Duell verliert, ist sein Jahr auch glänzend. Dazu gehört auch sein historisches Australian Open, bei dem er der jüngste Mann wurde, der alle vier Grand Slams absolvierte.
Diese Rivalität ist bereits legendär. Letztes Jahr kam Alcaraz zurück, um Sinner im Finale von Roland Garros zu schlagen. Anschließend verlor sie Wimbledon gegen ihn und gewann erneut bei den US Open.
Nun antwortet Sinner zum Thema Ton. Das Spiel endet nie. Der nächste Termin: Paris.




