Das Drehbuch wird kompliziert: der Tatort, der verschwinden könnte
Präsidentin Claudia Sheinbaum machte an diesem Dienstag keinen Hehl aus ihrer Frustration. Vom Nationalpalast aus warf er den Ball direkt in das Feld der Generalstaatsanwaltschaft (FGR). Der Fall ist heikel: die angebliche Niedergeschlagenheit von Nemesio Oseguera Cervantes, „El Mencho“, in Tapalpa, Jalisco.
Nun droht eine neue Wendung das Ergebnis zu überschatten. Die FGR hat gerade eine Bombe abgeworfen: Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Kabinen, in denen alles passiert ist, kontaminiert sind.
„Es ist die Position der Staatsanwaltschaft, sie muss in diesem Fall ihre Meinung äußern“, sagte Sheinbaum in festem Ton. Und er ging noch weiter und zeigte direkt auf die Staatsanwältin Ernestina Godoy: „Sie müssen ausführlicher antworten. Die Staatsanwaltschaft muss es erklären.“.
Ein Fall, der vor Ihren Augen auseinanderfällt?
Die FGR-Anweisung ist ein Eimer mit kaltem Wasser. Er führt aus, dass „verschiedene Personen die Grundstücke betreten“ und alles verändert haben. Die Konsequenz ist schwerwiegend: Es kann nicht bestätigt werden, ob die öffentlich gezeigten Beweise tatsächlich vorhanden waren.
Schlimmer noch: Die gesamte Verwahrungskette wird in Frage gestellt. Die Staatsanwaltschaft räumt ein, dass „es nicht möglich ist, festzustellen, ob die gefundenen Gegenstände gemäß den Protokollen aufbewahrt wurden.“ Das ist die Art von Fehler, die ein Gerichtsverfahren zerreißt.
Sie untersuchen bereits, ob ein Beamter eine Unregelmäßigkeit begangen hat, indem er den Ort nicht bewacht hat. Aber der Schaden könnte angerichtet werden. Was als schwerer Schlag gegen die CJNG verkauft wurde, wird nun in einem trüben Licht und voller Fragen gesehen.
Für Sheinbaum ist dies nicht nur ein gescheitertes Protokoll. Es ist ein Makel bei einer wichtigen Operation. Und wie eine gute Regisseurin dieses politischen Theaters fordert sie klare Antworten, bevor das Publikum den Glauben an die Aufführung völlig verliert.




