Präsidentin Claudia Sheinbaum berichtete an diesem Montag, dass die Diskussionen über die Nutzung sozialer Netzwerke bei Mädchen, Jungen und Jugendlichen bereits offiziell begonnen hätten. In seiner morgendlichen Konferenz im Nationalpalast kündigte er an, dass ein Vorschlag für Leitlinien und Vorschriften vorbereitet werde, der dem Kongress vorgelegt werden soll.
„Wenn wir es dem Kongress übergeben, lassen Sie den Kongress selbst seine Foren, seine Debatte, seine Diskussion öffnen und dass wir Mädchen und Jungen davor schützen können, was zu einer Sucht werden kann“, erklärte der Präsident.
Mario Delgado, Vorsitzender der SEP, stellte klar, dass es nicht darum gehe, die Technologie zu verteufeln, sondern vielmehr darin, ihre Auswirkungen auf das Wohlbefinden, die Entwicklung und das Lernen junger Menschen zu verstehen. Er betonte, dass dies eine globale Debatte sei, bei der mehrere Länder bereits öffentliche Schutzmaßnahmen umsetzen, ohne auf Bildungspotenzial zu verzichten.
Risiken erkannt
Delgado wies darauf hin, dass Angstzustände, Unsicherheit und Depressionen im Zusammenhang mit der übermäßigen Nutzung von Geräten festgestellt wurden. Das Ziel sei es, ein gesünderes, weniger wettbewerbsintensives und unterstützenderes Umfeld in den Schulen zu schaffen, sagte er.
Sheinbaum bestand darauf, dass die Diskussion Lehrer, Mütter, Väter und Experten einbeziehen müsse. „Es geht nicht um ein Verbot um des Verbots willen, sondern darum, die Auswirkungen zu verstehen und eine minimale Regulierung dieser Plattformen vorzunehmen“, erklärte er.
Derzeit beschränken bereits 16 Einrichtungen im Land die Nutzung von Mobiltelefonen in Grundschulen. Der Unterstaatssekretär für Bildung, Ricardo Villanueva Lomelí, berichtete, dass 114 Bildungssysteme weltweit über irgendeine Art von Regulierung verfügen. Er kündigte sechs nationale Foren zum Sammeln von Meinungen und eine nationale Woche traditioneller Spiele im September an, um das Zusammenleben der Schulen zu fördern.
Wissenschaftliche Beweise
Dr. Cimenna Chao Rebolledo von der UNAM warnte, dass die frühe Nutzung mobiler Geräte mit größeren Risiken für die körperliche und geistige Gesundheit verbunden sei, etwa Schlafstörungen und sozio-emotionalen Problemen. Darüber hinaus zeigte sich, dass bereits acht von zehn Studierenden Werkzeuge der generativen künstlichen Intelligenz nutzen. Er forderte, die digitale Kompetenz zu fördern und Minderjährige auf den Plattformen zu schützen.
Die Regierung wird versuchen, auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse einen Konsens mit Fachleuten und Familien zu erzielen, um noch vor Jahresende einen Gesetzentwurf vorzulegen.