Die Operation, die nicht mit Verhaftungen endete
Acht Frauen – sieben Mexikanerinnen aus Colima und Jalisco sowie eine Amerikanerin aus Chicago – wurden in zwei Häusern in der Innenstadt von Cancun gerettet. Die Staatsanwaltschaft von Quintana Roo gibt an, dass sie sexuell ausgebeutet, ihnen Schulden auferlegt und Drohungen erhoben wurden. Es klingt wie ein Sieg, aber das Schweigen über die Gefangennahmen macht mich nervös.
Die Opfer wurden mit dem klassischen Versprechen rekrutiert, als Gefährten zu arbeiten und saftige Einnahmen und Ausgaben zu bezahlen. Dann erschien die magische Schuld. Mehrere sexuelle Dienste am Tag, Geldstrafen für alles, Misshandlung. Das Menschenhandelshandbuch, Cancún-Ausgabe.
Was sie beschlagnahmten: Kameras, Handys, SIM-Karten, Drogen, Kondome und Notizbücher mit Aufzeichnungen. Genug Beweise, um einen Fall aufzubauen. Aber die Frage, die mich beschäftigt, ist: Wo sind die Menschenhändler? Die Staatsanwaltschaft meldet keine Festnahmen. Null.
„Die Opfer wurden an Pflege- und Schutzbehörden weitergeleitet“, berichtete die Behörde.
Mittlerweile waren die Liegenschaften durch das Staatsministerium versichert. Nette Geste. Aber ohne Verhaftungen scheint dies eher eine Aussage als ein echter Schlag für die Netzwerke zu sein. Die historische Erinnerung lehrt mich, dass diese Operationen eher ein Nebelvorhang sind, wenn es keine abgetrennten Köpfe gibt.
Die Tatsache, die sie nicht erwähnen: Der Menschenhandel in Quintana Roo ist nicht neu. Cancun ist ein Touristenparadies und wie immer für viele die Hölle. Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft dieses Mal nicht in der Medienshow verharrt und bis zum Ende vorgeht. Aber meine Skepsis, die durch jahrelang gebrochene Versprechen genährt wurde, sagt mir, dass ich nicht den Atem anhalten soll.




