Die Veranstaltung in Miami, die den Kanal in den Mittelpunkt stellt
José Raúl Mulino rückt seine Brille zurecht. Der panamaische Präsident bestätigt, was viele erwartet hatten: Dieses Wochenende wird er mit Donald Trump und elf weiteren lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs in Miami sein. Die Agenda, sagt er, werde davon bestimmt, was jedes Land für Washington bedeutet.
Und hier spielt Panama seine Karten aus. Der Trumpf heißt Kanal. Mulino zweifelt nicht daran: „Panama behält durch den Betrieb des Kanals eine strategische Rolle.“ Diese Wasserstraße ist nicht nur eine Handelsroute; Es ist ein Thermometer für globale Spannungen.
„Die Tagesordnung des Treffens wird von der Bedeutung abhängen, die jedes Land für die Vereinigten Staaten hat“
Die Einladung kommt voller Kontext an. Trump hatte bereits vor Beginn seiner zweiten Amtszeit seine Pfeile gestartet: Er kritisierte Zölle auf amerikanische Schiffe und warnte vor einem angeblichen chinesischen Einfluss auf die Verwaltung des Kanals.
Es sind keine Worte in der Luft. Panama hat kürzlich die Kontrolle über zwei wichtige Häfen an den Kanaleingängen übernommen. Der Oberste Gerichtshof hat den Konzessionsvertrag mit einem Hongkonger Konsortium abgelehnt. Ein technischer Schachzug, ja, aber mitten im kommerziellen Puls zwischen Washington und Peking.
Was wie ein weiteres Treffen aussieht, ist in Wirklichkeit ein neues Kapitel. Der Kanal ist wieder einmal eine Währung, ein Brett, auf dem sich größere Teile bewegen. Mulino kommt mit diesem Vermögenswert in Miami an. Die Frage ist, was Trump als Gegenleistung erwartet.
Die Erwartung in Panama City ist spürbar. Nicht nur wegen des diplomatischen Treffens, sondern auch wegen dem, was es repräsentiert: Wieder einmal wird der kleine Landstreifen, der die Ozeane verbindet, zum Epizentrum von etwas viel Größerem.




