Eine digitale Tür zwischen Giganten
Das mexikanische Außenministerium hat das System gerade eingeschaltet. Von nun an können brasilianische Staatsbürger, die Mexiko nur einmal als Touristen mit dem Flugzeug besuchen möchten, alles online erledigen. Es ist das neue elektronische Visum.
Die Maßnahme erfolgt nach jüngsten Gesprächen zwischen Präsidentin Claudia Sheinbaum und ihrem brasilianischen Amtskollegen Luiz Inácio Lula da Silva. Von Foreign Affairs versichern sie, dass das Ziel darin besteht, die Mobilität auf „agile, sichere, geordnete und regelmäßige“ Weise zu erleichtern.
„Das elektronische Visum trägt entscheidend zum Ziel des Plans Mexiko bei, unser Land bis 2030 zum fünfthäufigsten der Welt zu machen.“
Aber das geht über den Tourismus hinaus. Die SRE sieht darin einen strategischen Schritt zur Stärkung der Beziehungen zwischen den beiden Schwergewichten Lateinamerikas.
„Dies ist ein grundlegender Schritt zur Förderung der Wirtschaft und zur Stärkung geschäftlicher, akademischer und kultureller Verbindungen … mit dem entsprechenden Potenzial für regionale Integration, das sich daraus ergibt.“
Modernisierung im Kleingedruckten
Für Außenminister Juan Ramón de la Fuente stellt dieses zu 100 % digitale Verfahren einen „Meilenstein“ in der Modernisierung der mexikanischen öffentlichen Dienste im Ausland dar. Es gibt jedoch wichtige Details.
Dieses digitale Visum ersetzt nicht das herkömmliche konsularische Visum. Brasilianer, die ein Visum für die mehrfache Einreise wünschen, das bis zu 10 Jahre gültig ist und für die Einreise auf dem See- oder Landweg verwendet wird, müssen weiterhin ein Konsulat aufsuchen.
Es handelt sich um einen ersten digitalen Schritt, der die erste Touristenreise beschleunigen soll. Die Botschaft ist klar: Mexiko will zugänglicher werden, ohne die Kontrollen jedoch vollständig aufzuheben. Ein empfindliches Gleichgewicht zwischen Offenheit und Einwanderungsmanagement.




