Volkswille kollidiert mit gesetzgeberischem Schweigen
Sieben von zehn Menschen in Mexiko sind für die Legalisierung der Sterbehilfe. Die Daten sind überzeugend und stammen aus einer landesweiten Umfrage mit mehr als tausend Interviews und ausführlichen Gesprächen mit Patienten. Aber hier ist die Sache: Die Zahlen sprechen, der Kongress nicht.
„Die Zeiten der Gesetzgebung sind nicht die Zeiten geduldiger Menschen, die die Anerkennung unserer Rechte auf unsere Würde, unsere Autonomie und unsere Freiheit fördern und bis zum Ende darauf warten“,
Das ist Samara Martínez, Aktivistin und Patientin, die diesen Kampf anführt. Sein Satz sollte alle Alarmglocken läuten. Während sie und andere gegen unerbittliche biologische Uhren kämpfen, verstauben in San Lázaro die Akten.
Ein Gesetz mit mehr Unterschriften als politischem Willen
Seit letztem Oktober wurden Initiativen vorgestellt. Null regierte. Andererseits hat die Bürgerpetition für das Transciende-Gesetz bereits über 153.000 Unterschriften erreicht. Die Rechnung ist einfach: Es gibt massive soziale Unterstützung und echte menschliche Dringlichkeit.
Worauf warten Sie noch? An den Studieninterviews nahmen Menschen mit unheilbaren Krankheiten und ständigen Schmerzen teil. Ihre Stimmen sind dokumentiert. Auch sein Leiden. Die Dignified Death Now Coalition und andere Organisationen weisen seit Monaten auf das Offensichtliche hin: Diese Verzögerung hat menschliche Kosten.
Mein journalistisches Gedächtnis führt mich zu ähnlichen Fällen, in denen das „Studium“ einer Initiative gleichbedeutend damit war, sie zu begraben. Die offizielle Heuchelei zieht ewige Debatten mutigen Entscheidungen vor. Unterdessen bleibt die Autonomie über das eigene Ende ein verweigertes Privileg.
Die Daten liegen auf dem Tisch. Auch die Unterschriften. Das Einzige, was fehlt, ist das Schwierigste: dass die politische Klasse zuhört.




