Die FIFA bestätigte, dass sie bereits Kontakte mit den neuseeländischen Behörden aufgenommen hat, nachdem eine Brasilianerin eine Beschwerde wegen sexueller Übergriffe gegen Ryan Mendes, Stürmer und Kapitän der kapverdischen Nationalmannschaft, eingereicht hatte. Der Spieler trifft im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 auf Argentinien.
Der Sachverhalt gemäß der Beschwerde
Die brasilianische Zeitung O Globo enthüllte, dass sich der sexuelle Übergriff in Auckland, Neuseeland, ereignet habe, wo die örtliche Polizei den Fall untersucht. Der Beschwerdeführer arbeitete als Dolmetscher für das kapverdische Team während einer Ozeanienreise im vergangenen März. Ihrer Geschichte zufolge betrat Mendes ihr Zimmer, griff sie körperlich an und griff sie dann sexuell an. Das Medium veröffentlichte Fotos der Verletzungen der Frau und ein WhatsApp-Gespräch, in dem ein Beamter des kapverdischen Verbandes den Vorfall als „Ryans persönliche Angelegenheit“ beschrieb, ohne Unterstützung anzubieten.
Position der FIFA
Nach der Verbreitung des Falles forderten Organisationen den Ausschluss Mendes von der WM 2026. Der kapverdische Fußballverband und die FIFA wurden über den Vorfall informiert. In einer an O Globo gesendeten Erklärung erklärte die Organisation unter Vorsitz von Gianni Infantino:
„Die FIFA nimmt alle Meldungen über unangemessenes Verhalten sehr ernst und verfügt über ein klares Verfahren für jeden in der Fußballgemeinschaft, der einen Vorfall melden möchte.“
Der Text fügt hinzu, dass unabhängige Justizbehörden nicht zu eingegangenen Beschwerden oder laufenden Ermittlungen Stellung nehmen. „Alle Informationen, die sie weitergeben möchten, werden nach eigenem Ermessen offengelegt. Wir können im Moment keine weiteren Kommentare abgeben“, schließt die FIFA.
Das kapverdische Team, das gegen Argentinien antritt, steht während der Ermittlungen in Neuseeland unter Beobachtung.




