Zwei Unentschieden, zwei gegensätzliche Gesichter
Für Uruguay zwei Unentschieden mit dem Geschmack einer Niederlage. Für Kap Verde sind es zwei Ergebnisse, die wie ein Triumph schmecken und einen Meilenstein bei der ersten Weltmeisterschaft darstellen.
Das von Marcelo Bielsa angeführte Team muss nun Spanien schlagen, um ein Fiasko zu vermeiden. Unterdessen gelang es der afrikanischen Mannschaft, die bereits mit einem torlosen Unentschieden gegen La Roja überrascht hatte, erneut: Sie trennte sich in Miami mit 2:2 gegen La Celeste.
Kevin Pina erzielte den ersten Treffer mit einem Freistoß, der für Kap Verde das erste Tor bei einer Weltmeisterschaft war. Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Helio Varela glich das Spiel mit einem Weitschuss aus, der Torwart Fernando Muslera überraschte.
Die Kontroverse und die Aussagen
Maxi Araújo und Agustín Canobbio brachten Uruguay am Ende der ersten Halbzeit mit zwei Toren kurz hintereinander in Führung. Der Vorteil hielt jedoch nicht an. „Die Wahrheit ist, dass das Tor keinen Nutzen hat… wir hätten uns um das Ergebnis kümmern sollen“, sagte Araújo.
Bielsa übernahm die Verantwortung: „Organisatorische Fehler liegen immer in der Verantwortung des Trainers. Dafür zahlen wir einen sehr hohen Preis.“
Das Spiel hatte auch ein besonderes Detail: Es war das erste WM-Spiel mit zwei über 40-jährigen Torhütern. Muslera, die am 16. Juni 40 Jahre alt wurde, und Vozinha, 40, standen sich auf dem Rasen gegenüber. Auf der Tribüne saß diesmal Vozinhas Mutter, die mangels Visums nicht zum Debüt gegen Spanien reisen konnte.
Gruppe H wird neu zusammengestellt: Spanien führt mit 4 Punkten, Uruguay und Kap Verde haben 2 und Saudi-Arabien schließt mit 1 ab. Uruguay wird am Freitag sein Leben gegen Spanien riskieren, während Kap Verde mit intakten Hoffnungen auf die Saudis treffen wird.




