Zwölf Jahre später kehrt der Geist des Indischen Ozeans auf den Operationstisch zurück
Mit fast weihnachtlicher Pünktlichkeit hat die Regierung Malaysias beschlossen, dass es ein wunderbarer Zeitpunkt ist, kurz bevor die Glocke zum Jahresende läutet, die Jagd nach dem größten Geist der modernen Luftfahrt fortzusetzen. Ja, die Rede ist von Flug MH370, diesem unangenehmen Gast, der 2014 ohne Abschied von der Party verschwand und über den sich die halbe Welt den Kopf kratzte. Das für diese unmögliche Mission engagierte Unternehmen ist Ocean Infinity, dessen Name eher nach einem Erkundungsvideospiel-Franchise klingt als nach dem, was er ist: eine Gruppe von Menschen mit sehr teuren Robotern, die bereit sind, in den dunkelsten Tiefen des Indischen Ozeans herumzuschnüffeln. Das gab das malaysische Verkehrsministerium in einem Anflug von Optimismus in einer Erklärung bekannt und drückte dabei wohl die Daumen, dass es dieses Mal nicht zu einer weiteren „vorübergehend ausgesetzten Suche“ kommt.
Eine Nadel im Heuhaufen des Ozeans (Version 12.0)
Die neue Tracking-Operation wird sich überraschenderweise auf ein bestimmtes Gebiet im riesigen Indischen Ozean konzentrieren. Denn nach fast einem Dutzend Jahren und ausgegebenen Millionen Dollar ist es natürlich logisch, dass sie jetzt endlich den genauen Punkt finden. Diese Ankündigung hat natürlich einen neuen Cocktail an Erwartungen bei den Familien der Passagiere und der internationalen Gemeinschaft hervorgerufen, die länger als einige Fernsehserien zuvor auf Antworten gewartet haben. Man kann sich die Treffen fast vorstellen: „Was wäre, wenn wir den gleichen Ort noch einmal betrachten, aber mit mehr Glauben?“
Ocean Infinity, das für diese Unterwassersuche zuständige Unternehmen, verspricht den Einsatz seiner brandneuen Tiefsee-Erkundungstechnologie. Wir sprechen von Sonar, autonomen Fahrzeugen und wahrscheinlich einer Drohne mit einer riesigen Lupe. Ein ganzes Arsenal, um zu versuchen, die Überreste des Flugzeugs zu lokalisieren, die bei früheren Untersuchungen mit Technologie, die nun aus dem digitalen Paläolithikum zu stammen scheint, nicht gefunden werden konnten. Diese Anstrengung wird als „Fortsetzung“ verkauft, was die schicke Art zu sagen ist: „Wir haben es schon einmal versucht, es hat nicht funktioniert, aber wir haben die Batterien der Roboter aufgeladen.“
Hoffnung, dieser Motor, der nie ausgeht (auch wenn er manchmal flackert)
Die Wiederaufnahme der MH370-Ermittlungen wird bei aller Ernsthaftigkeit des Falles als bedeutender Schritt dargestellt, um den Hinterbliebenen Trost und Hoffnung zu spenden. Und das Verschwinden der Boeing 777 ist nicht nur eine technische Akte; Es ist das größte Rätsel der kommerziellen Luftfahrt, ein Rätsel, das Verschwörungstheorien, aufsehenerregende Dokumentationen und allgemeine Verwirrung hervorgerufen hat. Seine Suche hat die Aufmerksamkeit der Welt auf eine obsessive Art und Weise erregt, wie dieser Zaubertrick, den jeder gerne in Zeitlupe wiederholt sehen möchte, um den Trick zu entdecken. Die Millionen-Dollar-Frage, die wir uns alle stellen, aber niemand laut ausspricht, lautet: Was ist, wenn sie es wirklich finden? Wird das Rätsel damit gelöst oder nur ein neues Kapitel mit noch unbequemeren Fragen aufgeschlagen?
In der Zwischenzeit behält der Ozean sein Geheimnis, gleichgültig gegenüber unseren Satelliten, unseren Algorithmen und unseren Pressemitteilungen. Zwölf Jahre später geht die Suche weiter und beweist, dass die Kombination aus modernster Technologie, menschlicher Hartnäckigkeit und einem tiefen Geheimnis ein Rezept ist, das nie aus der Mode kommt. Wird es ihnen dieses Mal gelingen, herauszufinden, was mit dem vermissten Flugzeug passiert ist? Die Zeit und die Roboter von Ocean Infinity werden es zeigen.
Glauben Sie, dass dies die endgültige Suche oder ein weiteres Kapitel des Rätsels sein wird? Teilen Sie diese Notiz in Ihren sozialen Netzwerken, um die Diskussion über eines der größten Rätsel unserer Zeit am Leben zu halten und entdecken Sie auf unserer Website weitere Inhalte rund um die Luftfahrt und ungelöste Rätsel.




