Ein Abschied vom Mexikaner (oder fast)
Es scheint, dass unsere geliebte mexikanische U-17-Mannschaft ihre Koffer früher packen wird als ein Tourist, der feststellt, dass das All-Inclusive-Resort keinen Spaß beinhaltet. Ihr Abenteuer bei der Weltmeisterschaft dieser Kategorie hängt an einem so dünnen Faden, dass es wahrscheinlicher ist, im Azteca-Stadion ein Einhorn zu finden, als dass sie weiterkommen. Aber hey, im Fußball und in Melodramen gibt es immer eine schwache und dramatische Hoffnung in letzter Minute.
Die Nationalmannschaft traf bei der U-17-Weltmeisterschaft auf die Schweiz und musste unbedingt gewinnen. Es war keine Option, es war ein existenzieller Auftrag. Das Ergebnis? Ein überwältigendes 3:1-Ergebnis gegen sie, bei dem sich die Fans fragten, ob sie sich ein Fußballspiel oder ein Tutorial darüber ansahen, wie man die Illusionen eines Landes in 90 Minuten abbaut. Mit dieser Niederlage ist die Klassifizierung des Trikolore-Teams zu einer Übung des Glaubens und der komplexen Mathematik geworden, die einen Quantenphysiker ins Schwitzen bringen würde.
Die berechnete Qual: Der Kreuzweg der Klassifizierung
Für diese Ausgabe des Weltmeisterschaftsturniers beschlossen sie, den halben Planeten einzuladen und 48 Nationen zusammenzubringen. Sie wurden in 12 Gruppen eingeteilt, in denen sich jeweils die ersten beiden klassieren und für alle Fälle auch noch die acht besten Dritten reinschmuggeln. Eine Art „Trost“, damit sich niemand zu schlecht fühlt… zumindest nicht sofort.
Unser Held, die mexikanische Mannschaft, liegt mit dürftigen drei Einheiten und einer Tordifferenz von -2 auf der Leinwand. Seine Situation ist so prekär, dass er mit der gleichen Kraft an die Möglichkeit klammert, einer dieser glücklichen Dritten zu sein, mit der sich ein Schiffbrüchiger an einen aufblasbaren Rettungsring klammert … mit einem kleinen Loch darin. Obwohl die Mission technisch möglich ist, scheint sie so kompliziert zu sein, als würde man ein volles Stadion zur Pünktlichkeit auffordern.
Die unmittelbare Zukunft der Nationalmannschaft hängt nun vom Ausgang der anderen vier anstehenden Gruppen ab. Während der Trainerstab und die Spieler wahrscheinlich Kerzen anzünden und zu allen Fußballheiligen beten, ist die harte Realität, dass es bereits drei Mannschaften mit drei Punkten und einem günstigeren Torverhältnis gibt. Um die Sache noch schlimmer zu machen, belegten Ägypten, Nordkorea, Marokko, Indonesien und Tunesien am selben Montag ebenfalls den dritten Platz in ihren Sektoren, allerdings mit deutlich sonnigeren Aussichten als bei uns. Komm schon, die mexikanische Hoffnung hängt nicht nur an einem seidenen Faden, sondern der seidene Faden wird von jemandem mit sehr schlechter Laune gehalten.
Es ist der Moment der Wahrheit, in dem ein ganzes Land die Daumen drückt und sich fragt, warum wir immer die schwierigen Dinge tun müssen. Wird es dem Schicksal oder einem Wunder in letzter Minute gelingen, Mexiko in die Runde der letzten 32 zu befördern? Oder werden wir, wie so oft, am Ende sagen: „Es gab einen Brief für das nächste Mal“?
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