Gigablue und seine „magische Lösung“ für den Klimawandel (Spoiler: Vielleicht nicht)
Das israelische Startup Gigablue erklärt sich selbst zum neuen Retter des Planeten, und nein, es ist nicht das Drehbuch für einen Marvel-Film. Dieses Jahr kündigten sie mit großem Tamtam den Verkauf von 200.000 CO2-Gutschriften an, im Grunde das ökologische Äquivalent zum Verkauf von Rauch … aber mit einem technischen Touch. Seine tolle Idee: Partikel in den Ozean werfen, sodass der Kohlenstoff wie WhatsApp-Nachrichten nach 24 Stunden verschwindet. Wird es funktionieren? Die Wissenschaft sagt: „Mal sehen, zeigen Sie uns zuerst die Daten.“
Der „Mülleimer“ des Ozeans und andere fragwürdige Metaphern
Jimmy Pallas, ein italienischer Veranstaltungsplaner, kaufte die Idee (im wahrsten Sinne des Wortes). Er verglich den Service von Gigablue mit einer „zusätzlichen Mülltonne“ für seine Emissionen. „Genauso wie ich dem Müllwagen nicht folge, vertraue ich ihm“, sagte er in der vielleicht ältesten Analogie zur Klimakrise. In der Zwischenzeit fragen sich unabhängige Wissenschaftler: Bewirken diese Partikel wirklich etwas oder sind sie das Äquivalent von Placebos im Ozean?
Das von vier Technologieunternehmern gegründete Unternehmen (ja, dieselben, die zuvor Avocados online verkauft haben) behauptet, dass seine KI und sein „digitaler Zwilling“ des Ozeans der Schlüssel seien. Aber sein COO kommt von einem Startup, das Bäume aufspürte, und sein CTO ließ sich inspirieren, als er während seines Tauchurlaubs ausgebleichte Riffe sah. Grüner Lebenslauf oder Greenwashing? Die Debatte ist beendet.
Emissionsgutschriften: der neue Bitcoin (aber mit mehr Kontroversen)
Emissionsgutschriften sind das „Okay, ich schulde dir was“ des grünen Kapitalismus. Gigablue verkauft sie wie warme Semmeln, mit seinem größten Käufer, SkiesFifty (ein „umweltfreundliches“ Luftfahrtunternehmen, denn der Ironie sind keine Grenzen gesetzt). Obwohl sie keine Preise preisgeben, deutet ihre Grafik darauf hin, dass sie günstiger sind als ein Kaffee bei Starbucks. Natürlich klingt das Ziel, 10 Tonnen CO₂ pro Tonne Partikel einzufangen, wie das Versprechen eines Influencers: grandios, aber schwer zu überprüfen.
Mittlerweile kaufen Giganten wie Microsoft und Google Credits freiwillig, denn nichts sagt so viel „Wir sind grün“, wie das Bezahlen, um Ihr Gewissen (und Ihren CO2-Fußabdruck) zu reinigen. Aber in einem Markt mit mehr Regulierung als einer Telegram-Gruppe bestehen weiterhin Zweifel. Stehen wir vor dem nächsten Umwelt-Tesla oder einem anderen ökologischen Fyre Festival?
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Hinweis: Beim Verfassen dieses Artikels wurden keine Ozeane geschädigt … soweit uns bekannt ist.




