Ein Wendepunkt, den niemand kommen sah
Der 28. Februar 2026 wird als einer der Tage in die Geschichte eingehen, an denen sich alles änderte. Die Vereinigten Staaten und Israel starteten eine gemeinsame Militäroperation gegen den Iran mit einem klaren Ziel: einen Regimewechsel herbeizuführen. Sie nennen es Operation Epic Fury und Lion’s Roar, aber in Wirklichkeit ist es eine Kriegserklärung.
Trump und Netanyahu bestehen darauf, dass es notwendig sei, „unmittelbare Bedrohungen“ zu neutralisieren, insbesondere das iranische Atomprogramm. Aber das ist nicht wie bei früheren Krisen. Es ist etwas anderes.
„Was wir jetzt erleben, ist die bewusste Entscheidung zweier Länder, einen anderen souveränen Staat anzugreifen und einen ‚Regimewechsel‘ herbeizuführen.“
Sofortige Reaktionen und Konsequenzen
Der Iran reagierte mit Angriffen auf Israel und regionale Stützpunkte, allerdings mit vorerst begrenztem Schaden. Die internationale Gemeinschaft reagierte mit gemischter Kritik, aber allgemeiner Besorgnis.
Russland verurteilte die Angriffe als vorsätzliche Aggression. Europa forderte eine Deeskalation des Konflikts, bevor er außer Kontrolle gerät. China forderte eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten.
Rechtlich gesehen ist dies ein ernstes Problem. Die Angriffe verstoßen eindeutig gegen das Völkerrecht und die UN-Charta. Trump konsultierte nicht einmal den US-Kongress und löste damit eine Debatte über die Grenzen der Macht des Präsidenten aus.
Die Leere nach dem Tod des obersten Führers
Laut Netanyahu und Trump starb Ali Khamenei bei dem Angriff. Das ist nicht irgendetwas: Es ist ein strategisches Erdbeben, das mehr Fragen als Antworten aufwirft.
Vor welcher Art von Übergang steht der Iran derzeit? Wird es eine Nachfolge sein, die innerhalb des theokratischen Systems kontrolliert wird, oder der Beginn einer Krise, die das jahrzehntelange Gleichgewicht verändern wird?
Die große Frage ist, wer übernehmen wird. Ein Fortsetzungist, der sich der harten Linie anschließt? Oder könnte jemand auftauchen, der pragmatischer ist und zum Dialog mit dem Westen bereit ist?
Alles wird von der Beziehung des Nachfolgers zu den Revolutionsgarden – der wahren Macht hinter dem Thron – und seiner Fähigkeit abhängen, die sozialen Grundlagen des Regimes zusammenzuhalten.
Zweifel auf politischem Terrain
Die Führung zu enthaupten ist eine Sache. Den faktischen Sturz des Regimes zu provozieren, ist etwas ganz anderes. Und diesen eventuellen Ersatz demokratisch zu machen … das wäre ein Wunder.
In Washington sind die Fragen ebenso dringlich:
- Was wird der Kongress angesichts dessen tun, was einem Krieg ohne formelle Erklärung gleichkommt?
- Wird Trumps Wählerbasis dieses neue militärische Abenteuer unterstützen, obwohl er versprach, Kriege zu vermeiden?
- Ist der Präsident bereit, Truppen vor Ort einzusetzen?
Die jüngste Geschichte – Irak, Afghanistan, Libyen – lehrt uns, dass Regimewechsel selten allein durch Luftangriffe erreicht werden. Es braucht noch viel mehr: glaubwürdige alternative Akteure, günstige interne Bedingungen und nachhaltige Präsenz, um Machtvakuum zu vermeiden.
Ohne diese Elemente besteht die Gefahr, dass ein Kreislauf der Instabilität in Gang gesetzt wird, dessen Ergebnis schlimmer ausfallen könnte als das, was geändert werden sollte.
Wir befinden uns auf unbekanntem Terrain. Die Fehlerquote ist minimal, die potenziellen Kosten sind sehr hoch und die Unsicherheit … nun, das wird bleiben.




