Die Mehrheit lebt am Rande und ohne Sicherheitsnetz
Der jüngste Bericht über die Finanzen der Mexikaner zeichnet ein düsteres Bild. Das Unternehmen Bravo gab bekannt, dass 77 % der befragten Personen annähernd oder über ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit operieren. Das heißt, sie leben gerecht.
Schlimmer noch: 85 % verfügen nicht über genügend Ersparnisse, um das Einkommen von drei Monaten zu decken. Ein unvorhergesehenes medizinisches Ereignis oder der Verlust des Arbeitsplatzes würden sie hängen lassen.
Wenn das Budget nicht ausreicht
Hier ist das Paradox: Obwohl 63 % sagen, dass sie einen Haushalt erstellen, bevor sie Schulden machen, liegt die durchschnittliche Verschuldung bei etwa 193.000 Pesos. Schlechte Gewohnheiten im Umgang mit Geld (22 %), der Verlust des Arbeitsplatzes (20 %) und scheiternde Unternehmen (16 %) sind die Hauptursachen.
Doch die Konsequenzen gehen über den Geldbeutel hinaus. Sie dringen in deinen Kopf ein und halten dich wach.
85 % berichteten von hohem Stress, 66 % von Angstzuständen und 53 % von Schlaflosigkeit.
Für mehr als die Hälfte ist die Kreditkarte das Tor zum Kredit. Fast 40 % nutzten ihren letzten Kredit zur Deckung ihrer laufenden Ausgaben und weitere 29 % zur Begleichung anderer Schulden. Ein perfekter Teufelskreis.
Das Besorgniserregende ist, dass fast die Hälfte nicht weiß, wie lange es dauern würde, ihre Verpflichtung abzubezahlen, wenn sie nur den Mindestbetrag zahlen würden, obwohl sie den Unterschied verstehen. Wissen ohne Handeln.
Die Leiter der Studie, Diego Paillés und Javier Salmerón, waren klar: Es werden mehr Tools benötigt. Finanzielle Bildung ist der Schlüssel, aber die Fortschritte reichen nicht aus.
Ihr Aufruf galt einem koordinierten Vorgehen. Denn wenn fast ein ganzes Land eine finanzielle Gratwanderung vollzieht, ist das Problem nicht mehr individuell. Es ist kollektiv.




