Die Schauspielerin Maribel Guardia hat ihre Ablehnung der Ernennung der Journalistin Addis Tuñón zum Vormund ihres Enkels José Julián Figueroa zum Ausdruck gebracht. Die costaricanische Künstlerin stellte Tuñóns Berufsethik in Frage, indem sie auf einen möglichen Interessenkonflikt hinwies, da sie eine Beziehung zur Witwe von Julián Figueroa hatte und am testamentarischen Nachfolgeprozess beteiligt war.
Addis Tuñón reagierte entschieden auf die Anschuldigungen:
„Ich arbeite seit 30 Jahren in den Medien … meine Karriere begann nicht mit diesem Skandal und sie wird nicht mit diesem Skandal enden.“
Die Kommunikatorin versicherte, dass ihre journalistische Arbeit an dem Fall professionell gewesen sei und dass sie die ihr seit einem Jahrzehnt bekannten Familieninformationen geheim gehalten habe.
Positionen gefunden
Anwalt Antonio Lozano Gracia, Vertreter von Imelda Garza Tuñón und dem Minderjährigen, bezeichnete die Argumentation von Maribel Guardia als widersprüchlich. Er wies darauf hin, dass die Schauspielerin auch deshalb zum Vormund ernannt wurde, weil sie dem damaligen Testamentsvollstrecker Marco Chacón, ihrem Ehemann, nahe stand. „Seit dem 20. Januar 2025 stritten sich die Bewacher und das Sorgerecht formell … er legte fünf Forderungen vor, die abgelehnt wurden“, erklärte er.
Tuñón stellte klar, dass ihre Rolle als Vormundin nicht die Verwaltung wirtschaftlicher Ressourcen oder Erbschaften einschließt, eine Verantwortung, die selbst unter der Figur von Marco Chacón dem Testamentsvollstrecker obliegt. Ihre Aufgabe wird es sein, für das Wohlergehen des Minderjährigen zu sorgen.
Bezüglich des Vermögens, das José Julián Figueroa geerbt hat, obwohl es auf 400 Millionen Pesos spekuliert wurde, erklärte Lozano Gracia, dass es keine genaue Zahl gebe, da Chacón keine offiziellen Berichte vorgelegt habe.
Einer der schmerzlichsten Punkte für Maribel Guardia ist die Unmöglichkeit, mit ihrem Enkel zusammenzuleben. Der Anwalt wies jedoch darauf hin, dass diese Einschränkung nicht von Imelda oder Addis, sondern von gerichtlichen Maßnahmen herrühre. „Es gibt Maßnahmen, die von einem Richter diktiert werden, der Nein sagt, weil es aufgrund der ausgeübten Gewalt nicht bequem ist“, kommentierte er.
Lozano Gracia gab außerdem bekannt, dass er von Anfang an den Dialog mit der Guardia gesucht habe, um eine rechtliche Konfrontation zu vermeiden. Die Schauspielerin ihrerseits hat erkannt, dass sie nach dem Verlust ihres Sohnes Julián Figueroa die Situation akzeptieren und mit neuen Schmerzen umgehen muss.




