Die nationale Wirtschaftsstimmung sinkt schneller als ein leckendes Schiff
Es scheint, dass die Weihnachtsstimmung in diesem Jahr erst spät Einzug gehalten hat, oder vielleicht ist sie mit dem Optimismus der mexikanischen Familien im Laufe der Zeit verloren gegangen. Die vom Nationalen Institut für Statistik und Geographie (Inegi) und der Banco de México (Banxico) veröffentlichten Daten offenbaren mit der Kälte eines Buchhaltungsroboters, dass die Wahrnehmung der familiären und nationalen Wirtschaftslage im November gerade einen starken Rückschlag erlitten hat. Das Ergebnis? Drei aufeinanderfolgende Monate des Niedergangs, denn in der Wirtschaft sind wie in schlechten Zeiten alles drei.
Der Consumer Confidence Indicator, das Thermometer, das das Fieber im Geldbeutel der Bürger misst, meldete einen monatlichen Rückgang um 1,6 Einheiten. Es ist nicht irgendein Ausrutscher: Es ist der stärkste Rückgang seit Dezember 2021 und liegt bei deprimierenden 44,24 Punkten. Um es ins rechte Licht zu rücken: Es ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. Man erwartet fast, dass das Diagramm eine Fußnote enthält, in der es heißt: „Konsultieren Sie Ihren Ökonomen, wenn die Hoffnungslosigkeit länger als 36 Monate anhält.“
Eine Parade des Pessimismus: alle Komponenten in Rot
In einem Akt seltener Einstimmigkeit beschlossen die fünf Komponenten, aus denen sich der Indikator zusammensetzt, … alles rot zu malen. Die größten Rückschläge ergaben sich erwartungsgemäß aus der Bewertung der aktuellen und zukünftigen Wirtschaftslage des Landes mit Rückgängen von 2,3 bzw. 2,4 Einheiten. Komm schon, der Glaube an die gemeinsame Zukunft schwindet schneller als das Geld auf einem Januarhang.
Die Vision der Heimsituation war nicht viel ermutigender. Der Vergleich der aktuellen Familienkonjunktur mit der vor einem Jahr ergab einen Rückgang um 0,9 Punkte, während die Zukunftsprognose um 1,0 Punkte sank. Und falls noch jemand die Illusion hegt, einen neuen Kühlschrank oder ein Auto zu kaufen: Auch die Komponente, die die Möglichkeit misst, Gebrauchsgüter zu erwerben, ist um 0,8 Punkte gesunken. Es scheint, dass große Pläne erneut auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Träume vom Sparen und Wohnen verschwinden
Aber die Party (oder besser gesagt die Totenwache) ist damit noch nicht zu Ende. Auch die Komplementärindikatoren, jene zehn Indikatoren für die täglichen Erwartungen, verzeichneten monatliche Rückgänge. Am dramatischsten war die Möglichkeit, einen Teil des Einkommens zu sparen, die um 2,9 Punkte sank. Speichern! Dieses geheimnisvolle Konzept, das unsere Großeltern praktiziert haben und das jetzt wie eine urbane Legende klingt, wie Einhörner oder billiges Benzin.
Die Wahrnehmung des zukünftigen Verhaltens der Preise sank um 1,6 Punkte, denn wer könnte da schon optimistisch sein? Und auch der Traum vom Eigenheim (oder zumindest einem Umbau) rückt in Vergessenheit: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Familie plant, in den nächsten zwei Jahren ein Eigenheim zu kaufen, zu bauen oder umzubauen, ist um 1,5 Einheiten gesunken. Anscheinend bleibt das „home sweet home“ so, wie es ist, mit dem Leck im Dach und den Ziegeln aus den 80ern.
Dieses Panorama, sagen Experten mit ernster Miene, spiegelt eine wachsende Entmutigung wider, die sich auf Konsum und Investitionen auswirken könnte. Übersetzung: Wenn die Menschen nicht glauben, dass die Dinge besser werden, geben sie nichts aus, und wenn sie nichts ausgeben, stagniert die Wirtschaft in einem Teufelskreis, der so absurd ist wie der Versuch, das Meer mit einem Strandtuch auszutrocknen. Die Behörden müssen herausfinden, wie sie diesen Trend umkehren können, eine Herausforderung, die so groß ist, als würde man eine Statistik zum Lachen bringen.
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