Katy Perry wegen Umweltverstoßes auf Ibiza bestraft
Die Sängerin Katy Perry wurde von den spanischen Behörden mit einer Verwaltungssanktion belegt, nachdem sie bestätigt hatte, dass ihr Produktionsteam ohne die erforderlichen Genehmigungen einen Videoclip in einer Umweltschutzzone aufgenommen hatte. In dem kürzlich abgeschlossenen Fall geht es um eine Geldstrafe von 6.000 Euro (ca. 130.000 mexikanische Pesos) wegen Verstoßes gegen die Umweltgesetze der Balearen.
Details zum Verstoß
Laut der Zeitung El Español hat das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und natürliche Umwelt der Balearen festgestellt, dass die Produktionsfirma WeOwnTheCity, die für den Videoclip “Lifetimes” verantwortlich ist, keine zwingende Genehmigung für Aufnahmen im Dünensystem von s’Espalmador beantragt hat, einer Insel, die als Gebiet mit hohem ökologischen Anspruch eingestuft ist Wert. Die Szenen wurden im Juli 2024 während der Produktion des audiovisuellen Materials gedreht.
Obwohl Capitol Records, Perrys Plattenfirma, behauptete, über eine mündliche Genehmigung einer lokalen Firma zu verfügen, bestätigten Untersuchungen, dass es kein offizielles Dokument gab, das die Aktivität befürwortete. Diese Unterlassung stellt einen schweren Verstoß im Sinne der regionalen Vorschriften dar, die den Schutz empfindlicher Naturräume zum Ziel haben.
Konsequenzen und Lösung
Das verhängte Bußgeld spiegelt den abschreckenden Charakter der Sanktion wider, obwohl die Behörden einen irreversiblen Umweltschaden ausschlossen. In einer Stellungnahme betonten sie, dass keine „dauerhaften Auswirkungen“ auf das Ökosystem erkennbar seien, was zusätzliche Maßnahmen verhindere. Der Fall stellt jedoch einen Präzedenzfall für künftige Produktionen in sensiblen Bereichen dar.
Dieser Vorfall fällt mit einer Verschärfung der Überwachung kommerzieller Aktivitäten in spanischen Naturschutzgebieten zusammen, wo audiovisuelle Projekte vorherige Umweltverträglichkeitsprüfungen erfordern. Naturschutzexperten betonen die Bedeutung dieser Protokolle, um die Verschlechterung gefährdeter Lebensräume zu verhindern.
Rechtlicher Kontext und Reaktionen
Die balearische Gesetzgebung sieht Strafen von bis zu 200.000 Euro für schwerwiegende Verstöße in Schutzgebieten vor. In diesem Fall deutet der reduzierte Betrag auf eine Bewertung hin, die proportional zum tatsächlichen ökologischen Risiko ist. Die Vertreter von Perry haben nach Zahlung der Geldbuße keine weiteren Erklärungen abgegeben.
Umweltorganisationen wie Greenpeace haben die Episode genutzt, um an die Verantwortung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei der Förderung nachhaltiger Praktiken zu erinnern. „Kunst sollte die Artenvielfalt nicht gefährden“, sagte ein Sprecher in den sozialen Netzwerken.
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