Der Wettbewerb um eine Position findet nicht nur in der Unternehmenswelt statt. Das passiert auch in den darstellenden Künsten. So drückte es der Schauspieler Erick Elías aus, als er das Stück „Die Grönholm-Methode“ vorstellte, das am 11. Juli im Xola-Theater Premiere feiert.
„Manchmal betrachte ich das als Casting. Wenn mehrere für denselben Charakter kommen, schaut man sich die Person neben einem an und schaut, ob es perfekt wird. Das Treffen, das die Charaktere in dieser Geschichte erleben, haben wir jeden Tag, wenn wir um eine Rolle kämpfen“, kommentierte er.
Die Inszenierung bringt vier Kandidaten – gespielt von Ana Serradilla, Erick Elías, Alex de la Madrid und Daniel Haddad – zusammen, die um eine hohe Führungsposition konkurrieren. Dabei verraten sie Geheimnisse und verraten ihre Kollegen. Die zentrale Frage: Wie weit ist jemand bereit zu gehen, um ein Ziel zu erreichen?
Persönliche Erlebnisse auf der Bühne
Ana Serradilla berichtete von ihren Erfahrungen beim Vorsprechen in den Vereinigten Staaten. „Für mich war es schrecklich, in den USA zu casten. Es ist eine Menge Stress, weil es sehr schwer ist, in einer Sprache zu spielen, die nicht die eigene ist. Ich habe es geschafft, unter den Finalisten für die Rolle als Bond-Girl zu sein, aber der Druck war so groß, dass ich entschied, dass ich kein Interesse daran hatte, dort zu arbeiten“, erinnert sie sich.
Die Schauspielerin dachte auch über persönliche Opfer nach: „Es gibt Menschen, die über sich selbst oder andere herfallen. In meinem Fall habe ich mich selbst oft übertroffen; ich habe Familie, Gesundheit und Dinge geopfert, die ich heute nie wieder tun würde.“
Daniel Haddad betonte, dass sich die Arbeit mit der Frage beschäftigt, wie Mitarbeiter zu Produktionsmaschinen werden, dies jedoch durch Komik geschieht. „Wenn ihnen Herausforderungen gestellt werden, erkennt der Zuschauer, wozu sie fähig sind, um eine Stelle zu bekommen. Sie verdrehen ihre Werte und Moral, aber in allem steckt viel Humor“, erklärte er.
Komplettiert wird die Besetzung durch Diego Klein und Tato Alexander, die ab der Premiere die Rollen mit De la Madrid und Serradilla abwechseln werden. Das Stück verspricht einen vernichtenden Blick auf die Arbeitswelt, in der in jeder Szene Ehrgeiz und Ethik aufeinanderprallen.