Die technische Wiedergeburt von Jaime Lozano in Pachuca
Jaime Lozano, in der Fußballwelt als „Jimmy“ bekannt, hat in den letzten Monaten eine bemerkenswerte Veränderung in seiner Karriere erlebt. Nach einer komplizierten Zeit an der Spitze der mexikanischen Nationalmannschaft und einem diskreten Auftritt bei der Klub-Weltmeisterschaft fand der Stratege in Pachuca den idealen Rahmen, um sich zu revanchieren.
Von der Kontroverse in der Trikolore bis zum Erfolg in den Tuzos
Lozanos Karriere nahm eine unerwartete Wendung, nachdem Diego Cocca aus der mexikanischen Nationalmannschaft ausschied, eine Entscheidung, die Juan Carlos Rodríguez vorangetrieben hatte. Dieser Schritt ermöglichte es Jimmy, die Interimsrolle während des Gold Cup 2023 zu übernehmen, wo er trotz des Mediendrucks zunächst eine gewisse Stabilität erlangte. Allerdings untergruben wichtige Niederlagen gegen Honduras und die Vereinigten Staaten in der Nations League ihre Glaubwürdigkeit.
Ein kritischer Punkt war sein Management während der Copa América 2024, wo er sich bereit erklärte, von der Führung auferlegte Spieler einzubeziehen, unter der Prämisse, dass Training Vorrang vor Ergebnissen hat. Diese Entscheidung, zusätzlich zu den schlechten Ergebnissen, veranlasste die FMF, ihm eine Nebenrolle als Assistent von Javier Aguirre anzubieten, ein Angebot, das er ablehnte, um sich neuen Herausforderungen zuzuwenden.
Pachuca: Das Projekt, das es wieder ans Licht brachte
Interessanterweise hatte Pachuca bereits 2021 Interesse an Lozano gezeigt, sich aber in letzter Minute für Guillermo Almada entschieden. Drei Jahre später führte ihn das Schicksal schließlich zu „Bella Airosa“, auch wenn sein Start nicht optimal war: Die Pleite bei der Klub-Weltmeisterschaft mit drei Niederlagen in Folge löste Skepsis aus.
Allerdings war Apertura 2025 ein Vorher und Nachher. Mit vier Siegen in Folge (gegen Rayados, Pumas, Mazatlán und Atlas), 10 Toren dafür und nur zwei Gegentoren führen die Tuzos unter seiner Leitung die Tabelle an. Darüber hinaus qualifizierten sie sich für das Leagues Cup-Viertelfinale, wo sie am 20. August gegen LA Galaxy antreten.
Dieser Wiederaufstieg festigt Lozano nicht nur als fähigen Trainer, sondern zeigt auch seine Fähigkeit, sich neu zu erfinden. „Jimmy ist kein Zweitgericht mehr“, betonen Analysten und beziehen sich dabei auf sein Wachstum nach Jahren voller Höhen und Tiefen.
Was kommt als nächstes für Lozano? Wenn er dieses Tempo beibehält, könnte er sich erneut als Kandidat für die Führung von Eliteteams positionieren oder sogar seine Zukunft in der mexikanischen Nationalmannschaft überdenken. Im Moment ist Pachuca das beste Schaufenster.
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