Mexikanische Streitkräfte haben eine Drohne abgefangen und abgeschossen, die über die Umgebung des Trainingslagers der südkoreanischen Nationalmannschaft in Guadalajara fliegen wollte, bestätigte ein Bundesbeamter gegenüber der AP.
Sicherheitsvorgang
Die Aktion ist Teil des Sicherheitsplans der örtlichen Militär- und Polizeikräfte während der Weltmeisterschaft, die letzte Woche in Mexiko, den Vereinigten Staaten und Kanada begann. Spezialisierte Teams hätten in der Nähe des südkoreanischen Konzentrationsgebiets eine „nicht registrierte Drohne“ entdeckt und diese blockiert, so ein Bundesagent, der anonym bleiben wollte.
Der Beamte machte keine Angaben zum Zeitpunkt des Vorfalls oder zu Festnahmen. Er wies lediglich darauf hin, dass in den letzten Tagen mehrere Drohnen, die versuchten, in Sicherheitszonen in Stadien in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey sowie in Mannschaftsaufstellungen und Fanfeste einzudringen, unterbunden wurden.
Kukulkan-Plan
Die mexikanischen Behörden kündigten im März den Plan Kukulkan mit rund 100.000 Bundes- und lokalen Militär- und Polizeikräften an. Dazu gehören Frühwarnungen, Perimetersicherheit in Stadien, Flughäfen, Straßen und Hotels sowie der Schutz von Delegationen und Teilnehmern.
Internationaler Kontext
Kanada verbot bis zum 7. Juli unerlaubte Drohnen über WM-Stadien und Trainingszentren in Vancouver und Toronto. Die Maßnahme wurde nach einem Vorfall bei den Olympischen Spielen in Paris ergriffen, als der kanadischen Frauenmannschaft vorgeworfen wurde, eine Drohne zur angeblichen Überwachung einer neuseeländischen Trainingseinheit eingesetzt zu haben.
Dieser Fall führte zur Suspendierung von zwei Mitgliedern des Trainerstabs und zur Entlassung von Trainer Bev Priestman. Dem Team, dem aktuellen Tokio-Meister, wurden in der Gruppenphase in Frankreich sechs Punkte abgezogen. Der Kanadische Fußballverband war der Ansicht, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfehler, sondern um einen Teil eines Musters unzureichender Aufsicht handele.




