Das mexikanische Institut für Wettbewerbsfähigkeit (IMCO) berichtete, dass 15 Unternehmen im Land ihre Arbeitsbedingungen für Frauen verbessert hätten. Es bestehen jedoch weiterhin Lücken, die die wirtschaftliche Entwicklung einschränken.
Die Barrieren, die Frauen zurückhalten
Die Studie „States with a gender magnifying glass 2026“ weist auf die unausgewogene Belastung durch unbezahlte Arbeit als Haupthindernis hin. Frauen verbringen 58 % mehr Zeit als Männer mit Pflege und Hausarbeit. Damit sind neun von zehn Menschen, die aus diesem Grund den Arbeitsmarkt verlassen, Frauen.
Ergebnisse nach Unternehmen und Lohnunterschied
Die Analyse bewertete die 32 Einheiten anhand von 16 Indikatoren zu Zugang zu Beschäftigung, Dauerhaftigkeit und wirtschaftlicher Autonomie. Fünfzehn Staaten verbesserten ihre Position im Vergleich zum Vorjahr. Zwölf zogen sich zurück und fünf blieben gleich. Der IMCO warnt davor, dass der durchschnittliche Lohnunterschied gegenüber Frauen weiterhin 13 % beträgt. Darüber hinaus haben nur 38 % der Kinder Zugang zu Kindertagesstätten. Kein Unternehmen erreicht eine 50-prozentige Deckung für Kinder unter fünf Jahren.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt der IMCO, die staatlichen Pflegesysteme zu stärken, ihr Budget zu erhöhen und den Vaterschaftsurlaub auszuweiten. Die Verbesserung der Pflegedienste, so das Institut, werde eine stärkere Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt ermöglichen und auf die künftige Bevölkerungsalterung reagieren.




