Hochspannungs-Halbfinale
Arlington, Texas. Frankreich und Spanien stehen sich an diesem Dienstag im ersten Halbfinale der Weltmeisterschaft gegenüber, ein Duell, das Emotionen verspricht. Beide kommen ungeschlagen an und nur einer wird im großen Finale sein.
Frankreich, Spitzenreiter der FIFA-Rangliste, hat in sechs Spielen 14 Tore geschossen und nur zwei Gegentore kassiert. Kylian Mbappé hat acht Tore erzielt und ist damit gleichbedeutend mit Messi als bester Torschütze des Turniers. Der 27-jährige Stürmer hat in seinen 20 WM-Spielen 20 Tore geschossen, darunter eines im Finale 2018. Er möchte nach Cafú der zweite Spieler werden, der in drei aufeinanderfolgenden Endspielen spielt.
Spanien war solide: 10 Tore dafür und nur ein Gegentor. Ihre Abwehr, angeführt von Unai Simón, stellte einen Rekord von 650 Minuten ohne Gegentor auf, bis Belgien im Viertelfinale ein Tor erzielte. Der 19-jährige Lamine Yamal hat Frankreich bereits in zwei Halbfinals geschlagen: bei der Euro 2024 und der Nations League. Der Angreifer hat im Turnier ein Tor und zehn Torschüsse erzielt, obwohl er erst nach überstandener Oberschenkelverletzung an den Start geht.
„Ich bestätige, dass Spanien der Favorit ist“, sagte der französische Trainer Didier Deschamps und verwies auf die Schwierigkeiten seiner Rivalen, ihnen den Ball wegzunehmen.
Der spanische Trainer Luis de la Fuente spielte die Bevorzugung herunter: „Das bedeutet nichts.“
Das Duell ist historisch. Bei Weltmeisterschaften standen sie sich bislang erst einmal gegenüber. Frankreich möchte den Rekord von drei aufeinanderfolgenden Endspielen einstellen, die nur Westdeutschland und Brasilien aufgestellt haben. Mbappé, Starter im Finale 2018 und 2022, strebt die Marke Cafú an.
La Roja wird seinerseits versuchen, seine Stabilität zu bewahren und die entscheidenden Tore von Mikel Merino von der Bank zu nutzen, der in den letzten Minuten gegen Belgien und Portugal Tore erzielte.




