Frankreich leidet, macht aber Fortschritte
Das französische Team sicherte sich den Einzug ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft durch einen 1:0-Sieg gegen Paraguay durch einen Elfmeter von Kylian Mbappé. Das in Philadelphia ausgetragene Spiel verlief für den Vizeweltmeister viel enger als erwartet.
Mbappé erzielte sein siebtes Tor im Turnier und zog damit mit Lionel Messi an der Spitze der Torschützenliste gleich. Der Stürmer von Real Madrid hat bei drei Weltmeisterschaften 19 Tore erzielt, nur eines weniger als der Argentinier, der ebenfalls noch im Wettbewerb ist. Messi erzielte auch in seinem achten WM-Spiel in Folge ein Tor, ein absoluter Rekord.
Ein Elfmeter, der die Geschichte definiert
Der usbekische Schiedsrichter Ilgiz Tantashev vergab nach Prüfung durch den VAR die Höchststrafe für ein Foul von Diego Gómez an Desiré Doué. Trotz paraguayischer Proteste schoss Mbappé kraftvoll auf den gegenüberliegenden Pfosten von Torhüter Orlando Gill.
Frankreich hatte seine vier vorherigen Spiele souverän gewonnen, doch dieses Mal stieß es auf heftigen Widerstand von Albirroja, angeführt von Gustavo Alfaro. Paraguay hatte Deutschland gerade im Elfmeterschießen ausgeschaltet und wollte das Kunststück wiederholen. Das südamerikanische Team kehrte nach 16-jähriger Abwesenheit zu einer Weltmeisterschaft zurück. Seine Leistung hinterließ einen guten Eindruck, obwohl ihm im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 1998 mit einem Golden Goal keine historische Revanche für diese Niederlage gelang.
Nun trifft Frankreich am Donnerstag in Boston auf Marokko. Die Atlas Lions haben Kanada mit 3:0 besiegt, obwohl sie Ismael Saibari, Spieler des FC Bayern München und Schütze von drei Toren im Turnier, verletzungsbedingt verloren haben. Marokko möchte seinen historischen vierten Platz in Katar 2022 erreichen, wo es im Halbfinale genau gegen Frankreich verlor.
Paraguay verabschiedet sich erhobenen Hauptes, nachdem es eine komplizierte Gruppenphase gemeistert und gegen einen der Favoriten gekämpft hat.




