Wichtiges Gespräch zwischen Georgieva und Rodríguez
Der Internationale Währungsfonds (IWF) bestätigte am Donnerstag, dass seine Geschäftsführerin Kristalina Georgieva telefonisch mit der Übergangspräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, gesprochen habe. Das zentrale Thema war der Zugang zur Reservetranche des Landes in der Organisation, einem sofortigen Liquiditätsmechanismus im Wert von rund 350 Millionen US-Dollar, der dringende humanitäre Bedürfnisse decken soll.
IWF-Sprecherin Julie Kozack erklärte, dass beide Beamten die wirtschaftlichen Auswirkungen und den humanitären Bedarf der beiden Erdbeben vom 24. Juni analysiert hätten. Bisher haben die Erdbeben mehr als 3.800 Todesopfer und fast 17.000 Verletzte gefordert und fast 18.000 Menschen im Norden des Landes obdachlos gemacht.
„Es handelt sich um eine wichtige und leicht verfügbare Liquiditätsquelle, die schnell mobilisiert werden kann, um den dringenden humanitären Bedarf aufgrund der Katastrophe zu decken“, erklärte Kozack.
Verfügbare Ressourcen und politischer Kontext
Diese Reservetranche ist unabhängig von den vom IWF einbehaltenen Sonderziehungsrechten (SZR), die sich auf etwa 4,5 Milliarden US-Dollar belaufen. Insgesamt belaufen sich die Vermögenswerte Venezuelas in der Organisation auf fast 5 Milliarden US-Dollar. Der IWF gab an, dass er mit Partnern zusammengearbeitet habe, um den Zugang zu den eigenen Ressourcen des Landes zu erleichtern.
Das Gespräch findet statt, während die Notfallmaßnahmen und die Schadensbewertung in mehreren Regionen fortgesetzt werden. Wenige Tage vor den Erdbeben stellte Venezuela seine Mitgliedschaft im IWF vollständig wieder her, nachdem es unter den Regierungen von Hugo Chávez und Nicolás Maduro jahrelange Distanzierung gegeben hatte. Dieser Ansatz erfolgt im neuen politischen Kontext nach der Einnahme Maduros durch US-Streitkräfte am 3. Januar.




