FIFA verteidigt Raphael Claus
Die FIFA hat eine ungewöhnliche Erklärung abgegeben, in der sie Schiedsrichter Raphael Claus unterstützt, nachdem Donald Trump seine Integrität in Frage gestellt hatte. Der US-Präsident deutete an, dass der 46-jährige Brasilianer „etwas misstrauisch“ sei, ohne Beweise vorzulegen.
Claus schickte Folarin Balogun letzte Woche im Spiel der USA gegen Bosnien-Herzegowina vom Platz. Trump intervenierte bei der FIFA, damit der Stürmer gegen Belgien spielen konnte, ein Spiel, das die USA mit 1:4 verloren.
Die FIFA bezeichnete Claus als „einen der weltweit führenden professionellen Schiedsrichter“ und stellte fest, dass „er im Laufe seiner Karriere höchste Standards an Professionalität und Integrität bewiesen hat“. Der Brasilianer nimmt zum zweiten Mal an einer Weltmeisterschaft teil.
Pierluigi Collina, FIFA-Schiedsrichterchef, sagte: „Er ist ein erfahrener und hoch angesehener Schiedsrichter, und wir haben vollstes Vertrauen in ihn.“ Claus hatte zuvor den 4:0-Sieg Spaniens über Saudi-Arabien und den 2:0-Sieg der USA über Bosnien gepfiffen. Balogun war der erste Spieler, der seit vier WM-Spielen vom Platz gestellt wurde.
Trumps Kommentare könnten sich auf eine Untersuchung des brasilianischen Senats im Jahr 2024 wegen angeblicher Spielmanipulationen beziehen. Der Gesetzgeber überprüfte den Einsatz der Schiedsrichter, warf Claus jedoch kein Fehlverhalten vor.
Auch der brasilianische Fußballverband unterstützte den Pfeifer: „Es gibt nichts in seiner Akte, was seine Integrität in Frage stellen könnte.“ Kurioserweise hat die FIFA dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan, dem die USA vor dem Turnier die Einreise verweigert hatten, keine ähnliche Empfehlung erteilt.




