Weniger als zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften kündigte die FIFA an, dass die Schiedsrichter strengere Regeln anwenden werden, um das Spiel am Laufen zu halten. Das Hauptziel: Unterbrechungen auf ein Minimum reduzieren.
Pierluigi Collina, FIFA-Schiedsrichterdirektor, erklärte:
„Wir versuchen weiterhin, ein Ziel zu erreichen, nämlich die Unterbrechung des Spielrhythmus aus Spielen so weit wie möglich zu vermeiden.“
Zu den Maßnahmen gehören:
- Sofortige rote Karte für jeden Spieler, der seinen Mund bedeckt, wenn er mit einem Gegner in einer Konfrontationssituation spricht. Freundliche Gespräche sind ausgeschlossen.
- Ausschluss, wenn ein Spieler das Spielfeld verlässt, weil er über die Entscheidung eines Schiedsrichters verärgert ist.
- Fünf-Sekunden-Countdown für Abstöße und Einwürfe. Werden sie nicht rechtzeitig ausgeführt, erhält der Gegner einen Eckstoß bzw. einen Einwurf. Dies stärkt die Acht-Sekunden-Regel für Torhüter.
- Ersatzspieler müssen das Spielfeld innerhalb von zehn Sekunden verlassen, außer bei Verletzungen oder Sicherheitsproblemen.
Auch der Einsatz von VAR wurde geklärt. Er kann eingreifen, wenn eine eindeutig falsche zweite gelbe Farbe zu einer roten Farbe führt oder wenn ein Fehler in der Identität des Spielers vorliegt. Darüber hinaus werden schlecht vergebene Eckbälle und Verstöße der angreifenden Mannschaft vor einem Freistoß oder einer Ecke überprüft, die sich auf Tore, Strafen oder Sanktionen auswirken.
Collina betonte, dass nicht konfrontative Gespräche, auch wenn der Spieler seinen Mund bedeckt, nicht bestraft werden.
Trotz des Fokus auf Geschwindigkeit wird es bei allen Spielen in jeder Halbzeit dreiminütige Trinkpausen geben.
Die FIFA strebt daher ein agileres Turnier mit weniger Zeitverlust und mehr Flüssigkeit im Spiel an.




