Feier in Madrid
Das spanische Team, Weltmeister nach dem 1:0-Sieg gegen Argentinien im Finale in New Jersey, kehrte am Montag nach Madrid zurück. Eine auf fast zwei Millionen geschätzte Menschenmenge drängte sich auf den Straßen, um sie zu begrüßen.
Die 26-köpfige Mannschaft und der Trainerstab trafen sich zunächst mit der königlichen Familie und dann mit dem Präsidenten der Regierung, Pedro Sánchez.
„Vielen Dank an die Trainer und Spieler für den Spielstil, den Einsatz und den Sieg“, erklärte Sánchez. „Wir haben es wirklich genossen, ihnen beim Spielen zuzusehen.“
Anschließend bestieg das Team einen offenen Bus für eine lautstarke Parade durch das Zentrum von Madrid. Der Bus trug das Motto „Die Sterne leuchten gemeinsam“ und Fotos der Fußballer. Die Spieler trugen den WM-Pokal und T-Shirts mit der Aufschrift „We Are Champions“, tanzten und interagierten mit den Fans.
Vor der Parade äußerte Trainer Luis de la Fuente:
„Wir haben es voller Emotionen und Stolz erlebt, ein wundervolles Land mit engagierten Fans zu repräsentieren. Wir sind voller Freude.“
Die Tour startete in der Nähe des Moncloa-Palastes zur Plaza de Cibeles, wo die Behörden etwa 120.000 Menschen für die Zeremonie meldeten. Die Spieler wurden einzeln mit von ihnen ausgewählten Liedern vorgestellt. An seinem 25. Geburtstag nahm Álex Baena mit der Trophäe teil.
Stürmer Borja Iglesias fungierte als DJ, seine Teamkollegen tanzten auf der Bühne. Für Unterhaltung sorgten die Sängerinnen Aitana, Ana Mena und Lola Índigo. Die Zeremonie endete damit, dass die gesamte Mannschaft vor heimischem Publikum erneut den Pokal in die Höhe stemmte.
Die Feierlichkeiten wurden durch die Nachricht getrübt, dass ein 13-jähriger Minderjähriger in Salamanca ums Leben kam, nachdem ein Brunnen, den er mit Freunden erklommen hatte, eingestürzt war.
Für viele junge Fans ist es das erste Mal, dass die Herrenmannschaft den Pokal in die Höhe stemmt. Spanien unterscheidet sich heute stark vom Land von 2010, das von einer Schuldenkrise und einer Arbeitslosigkeit von 20 % geplagt wird. Jetzt wächst die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit wurde halbiert und die separatistischen Spannungen haben nachgelassen.
Das Team erhielt Glückwünsche von den Spitzenreitern der Vereinigten Staaten, Mexikos und Kanadas, den Mitorganisatoren des Turniers.




