Extreme Hitze beim GP von Österreich
Zum ersten Mal in Europa hat die Formel 1 für den Großen Preis von Österreich die „Hitzegefahr“-Regeln aktiviert. Das 2023 eingeführte Protokoll gilt, wenn die Vorhersage 31 °C überschreitet. Für Sonntag werden 32°C erwartet, und im Cockpit ist das Wärmegefühl noch größer.
Piloten müssen Kühlwesten tragen, deren Flüssigkeit durch Schläuche zirkuliert, die an eine Pumpe im Inneren des Fahrzeugs angeschlossen sind. Die FIA hat diese Maßnahme nach gesundheitlichen Vorfällen in Katar 2023 ergriffen. Sie wurde zuvor in Singapur und Austin angewendet.
Extremes Training
Oscar Piastri (McLaren) rechnete damit, dass der Ausstieg am schwierigsten sein werde: „Wenn keine Luft reinkommt, ist es dort schlimmer.“ Zur Vorbereitung installierte er tragbare Heizgeräte in seinem Badezimmer und einen Heimtrainer. „Sie verursachen Unbehagen und Schmerzen. Ich mache es aus Leistungsgründen, nicht aus Vergnügen“, erklärte er.
Pierre Gasly (Alpine) trainierte in Mailand bei Hitze. Sergio Pérez (Cadillac) seinerseits spielte die Bedeutung herunter: „Ich bin Mexikaner, das ist nicht so heiß. Es bringt mich zum Lachen, dass sich die Europäer Sorgen machen.“ Trotzdem wird er die Weste tragen.
Die Aktivierung des Protokolls zwingt alle Piloten, Kühlausrüstung oder zusätzliches Gewicht mitzuführen, um Vorteile zu vermeiden. Manche empfinden es als unangenehm, aber Sicherheit hat Priorität.




