Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel bestritt, dass das von der Kommunistischen Partei und der Nationalversammlung verabschiedete Paket von 176 Wirtschaftsmaßnahmen einen Rückzug in Richtung Kapitalismus darstelle. In einem von offiziellen Medien ausgestrahlten Interview mit puertoricanischen Journalisten versicherte er, dass die Maßnahmen souverän seien und darauf abzielten, das sozialistische Modell angesichts der komplexen Krise, mit der die Insel konfrontiert sei, zu stärken.
Maßnahmen im Kontext
Díaz-Canel räumte ein, dass die Initiativen sowohl von rechten als auch von linken Gruppen auf Kritik gestoßen seien. Er betonte jedoch, dass es sich hierbei um eine Anpassung an die aktuellen Umstände und nicht um eine Abkehr von den historischen Grundsätzen des Landes handele. Der Präsident betonte, dass eine kapitalistische Restauration nicht gefördert werde, sondern dass er vielmehr versuche, das sozialistische System in einem widrigen Umfeld aufrechtzuerhalten.
Die Aussagen haben innerhalb und außerhalb Kubas eine breite Debatte ausgelöst. Internationale Analysten beobachten aufmerksam, ob diese Maßnahmen tiefgreifende Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur des karibischen Staates mit sich bringen. Die Regierung bleibt vorerst bei ihrer offiziellen Linie: notwendige Anpassungen, ohne ideologische Zugeständnisse.




