Ein weiterer „Big Shot“, der in die Schatten gelangt, aber wie lange?
César Alejandro Sepúlveda, alias „El Botox“, sitzt bereits im Cefereso Nummer 1 „El Altiplano“ hinter Gittern. Der Staat Mexiko erhält dieses Zeichen im Zusammenhang mit einem Verfahren wegen einer Reihe illegaler Aktivitäten: Verbrechen gegen die Gesundheit, Erpressung, Mord und Tragen von Waffen für den ausschließlichen Gebrauch der Armee.
Er kam nicht alleine. Er wurde von zwei weiteren Personen begleitet, César „N“ und Eder „N“. Unterdessen wird ein vierter, Esteban „N“, wegen Waffen- und Betäubungsmittelproblemen angeklagt.
Die offizielle Version und was sie nicht sagt
Die Generalstaatsanwaltschaft (FGR) teilte mit, dass dieser Zusammenhang „dank der Beweise des Bundesministeriums“ der Sonderstaatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität (FEMDO) möglich sei.
„Der Zusammenhang mit dem Prozess war dank der Beweise des Bundesministeriums möglich“
Das hört sich in der Aussage gut an. Die institutionelle Maschinerie funktioniert. Aber hier verlangt mein im Gerichtssaal gestärkter Zynismus nach Einsicht ins Kleingedruckte. Ein Eintrag in El Altiplano ist immer eine Neuigkeit. Die Frage, die immer noch in der Gefängnisluft schwebt, ist: Was wird das nächste Kapitel sein? Die jüngste Geschichte hat uns mehrere Drehbücher beschert: spektakuläre Fluchten, Prozesse, die sich bis zur Vergessenheit hinziehen, oder Prüfungen, die nie eintreten.
„Botox“ tauscht vorerst die Freiheit gegen eine Zelle im sichersten Gefängnis des Landes. Ein vorübergehender Triumph für die Behörden. Der eigentliche Test wird sein, ob die Beweise stark genug sind, um eine endgültige Verurteilung zu stützen. Das kollektive Gedächtnis ist voller Namen, die durch die Haustür hereinkamen und dann … die offizielle Erzählung verschwand.
Währenddessen zeichnen Kameras den Eingang auf. Die Schlagzeilen sind geschrieben. Und wir, die zynischen Zuschauer, warten auf den nächsten Zug in diesem Gerichtsschach, bei dem die Figuren manchmal vom Brett verschwinden.




