Das INE legt Zahlen auf den Tisch
Guadalupe Taddei, der Präsidentenberater des INE, ließ eine Bombe platzen: Wenn die zweite Justizwahl auf 2028 verschoben würde, würde das Land etwa 2 Milliarden Pesos einsparen. Dies wurde Ricardo Monreal, dem Präsidenten des Ausschusses für politische Koordinierung der Abgeordnetenkammer, bei einer Sitzung mitgeteilt, bei der es um die Durchführbarkeit einer Justizreform ging.
Warum so viel Aufhebens?
Bei der von Taddei bereitgestellten Analyse geht es nicht nur um Zahlen. Es handelt sich um ein Dokument, das das logistische Chaos auflöst, das die gleichzeitige Durchführung der beiden Wahlen – der Gerichts- und der Parallelwahlen – im Jahr 2027 mit sich bringen würde. Ihren Berechnungen zufolge würde alles zusammen etwa 21 Milliarden Pesos kosten. Davon würden 8,5 Milliarden allein für die Justizwahl bestimmt sein. Doch bei einer Verschiebung auf 2028 sinken die Kosten auf 6 Milliarden. Ein Unterschied, der in mageren Zeiten nicht unerheblich ist.
Die Details, auf die es ankommt
Der Präsident des INE ging noch weiter: Die gemeinsame Organisation beider Prozesse würde das Drucken von 980 Millionen Stimmzetteln, die Einrichtung von 750.000 Wahllokalen und die Einstellung von 12.000 Trainern erfordern. Ein betrieblicher Wahnsinn, der ihrer Meinung nach das Institut überfordern könnte.
„Um beide Wahlen zusammen abzuhalten, müssten etwa 980 Millionen Stimmzettel gedruckt werden“, sagte Taddei und machte deutlich, dass die Belastung enorm sein würde.
Das Dilemma des Kongresses
Das Dokument liegt bereits in den Händen der Abgeordneten, aber der Ball liegt noch bei ihnen. Bisher haben sie sich nicht entschieden, ob sie den ursprünglichen Kalender beibehalten oder einer Verschiebung des Datums zustimmen wollen. Die Justizreform steht auf dem Spiel und damit auch die Glaubwürdigkeit des Systems. Inzwischen hat Taddei die Zahlen bereits auf den Tisch gelegt. Jetzt ist es an der Zeit zu sehen, wer es wagt, in diesem politischen Gremium die Weichen zu stellen.




