Die US-Regierung will die Ermittlungen und Anschuldigungen gegen mexikanische Beamte, denen Kollaboration mit der organisierten Kriminalität vorgeworfen wird, deutlich verstärken. Die Informationen wurden von The New York Times veröffentlicht.
Justizoffensive aus Washington
Laut der Zeitung hat die Regierung von Donald Trump die Bundesanwälte angewiesen, verstärkt gegen Politiker und Beamte vorzugehen und bei der Verfolgung von Fällen sogar Anti-Terror-Gesetze anzuwenden.
Die Anweisung wurde von Aakash Singh, stellvertretender stellvertretender Generalstaatsanwalt, während eines internen Treffens mit regionalen Staatsanwälten erteilt. Einer von den Medien zitierten Quelle zufolge forderte Singh eine deutliche Erhöhung der Anklage und erklärte, dass korrupte Beamte als Terroristen behandelt werden sollten.
„Sie sollten als Terroristen behandelt werden“, sagte Singh der Quelle zufolge.
Die Verschärfung erfolgte Wochen, nachdem Bundesanwälte in New York Anklage gegen den lizenzierten Gouverneur von Sinaloa, Rubén Rocha Moya, sowie andere aktuelle und ehemalige Beamte erhoben hatten, die angeblich mit der organisierten Kriminalität in Verbindung stehen. An diesem Freitag wurde auch die Verhaftung von Gerardo Mérida Sánchez, dem ehemaligen Minister für öffentliche Sicherheit von Sinaloa, in den Vereinigten Staaten bekannt gegeben.
Diplomatische Spannung
Die neue Offensive hat die Spannungen zwischen beiden Ländern erhöht. Die US-Behörden behaupten, sie strebten die Zerschlagung politischer Schutznetze für den Drogenhandel an. Die mexikanische Regierung ihrerseits hat darauf bestanden, dass die Anschuldigungen durch stichhaltige Beweise gestützt werden müssen, und hat das zurückgewiesen, was ihrer Meinung nach ein Narrativ mit politischen Untertönen gegen Morena-Beamte ist.




