Ein weiterer Militäreinsatz, ein weiteres leeres Versprechen?
Sedena kündigt die Entsendung von 1.170 Soldaten – darunter 270 Fallschirmjäger – nach Tijuana, Ciudad Juárez und León an. Sie sagen, es gehe darum, „die Sicherheit zu stärken“. Ich höre: “mehr vom Gleichen, aber mit Fallschirmen”.
„Die Maßnahme zielt darauf ab, Bundes- und Kommunalkräfte im Kampf gegen kriminelle Gruppen zu unterstützen“
Kurioses Timing. Dies geschah kurz nachdem Omar García Harfuch, unser Sicherheitsminister, nach Washington geflogen war, um mit der DEA und dem FBI Kaffee zu trinken.
Der Besuch, der alles erklärt
Bei diesen Treffen sprachen sie – was für ein Zufall – über „bilaterale Zusammenarbeit“ und darüber, wie man den Verkehr in die Vereinigten Staaten stoppen könnte. Laut García Harfuch hat diese Zusammenarbeit bereits Früchte getragen:
„Es hat die Festnahme mehrerer Ziele ermöglicht, die auf der Fahndungsliste des FBI stehen.“
Sie erwähnen sogar die Operation gegen die CJNG, die mit dem Tod von „El Mencho“ endete. Hört sich auf dem Papier gut an. Aber ich frage mich: Wie viele „Menchos“ sind nach jedem gefallenen Anführer aufgetaucht?
Die unbequeme Wahrheit ist, dass dieser Einsatz mit Überarbeitungen des T-MEC zusammenfällt. Washington drängt auf Ergebnisse und Mexiko antwortet mit Soldaten. Es ist fast mathematisch.
Die Behörden schwören, dass diese Truppen mehr leisten werden als nur Überwachung. Sie werden mit der Nationalgarde, der Armee und der Luftwaffe zusammenarbeiten. Es klingt beeindruckend, bis man bedenkt, dass wir seit Jahrzehnten Variationen desselben Drehbuchs hören.
Unterdessen warten Gemeinden in Tijuana, Juárez und León weiterhin auf die versprochene „Ruhe“. Die Zahlen ändern sich, die Uniformen auch, aber die Angst auf den Straßen scheint die einzige Konstante zu sein.




