Einstimmiger Beschluss der Plenarsitzung
Der Oberste Gerichtshof der Nation (SCJN) stimmte mit acht Stimmen einstimmig der Einsetzung einer außerordentlichen Überprüfungsressource zu. Das Ziel: festzustellen, ob ein Richter die Einrichtung einer Wahrheitskommission als außergewöhnlichen Ermittlungsmechanismus im Rahmen eines Amparo-Prozesses im Zusammenhang mit dem Fall Ayotzinapa anordnen kann.
Das Plenum wird bewerten, ob diese richterliche Gewalt gegen Grundsätze wie die Gewaltenteilung oder die Relativität von Strafen verstößt. Ein Minister wird den Resolutionsentwurf vorbereiten, der später besprochen wird.
Entschuldigung wegen Interessenkonflikt
Ministerin Sara Irene Herrerías Guerra entschuldigte sich von der Teilnahme an der Analyse und Lösung. Er machte einen Interessenkonflikt geltend, weil er zuvor die Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft der Republik geleitet hatte, die für die Untersuchung des Ayotzinapa-Falls zuständig war.
Darüber hinaus wurden beim Gericht vier Berufungsverfahren im Zusammenhang mit dem Urteil von 2018 eingelegt, mit dem die sogenannte „historische Wahrheit“ über das Verschwinden der 43 Normalisten zurückgewiesen wurde. Dieses Urteil ordnete die Wiederaufnahme der Ermittlungen durch die Einrichtung einer Kommission für Ermittlungen und Wahrheit im Iguala-Fall an.
Reaktionen von Organisationen
Das Menschenrechtszentrum Miguel Agustín Pro Juárez stellte die Entscheidung in Frage. Er ist der Ansicht, dass dadurch die Debatte über einen wichtigen Beschluss zur Klärung des Falles neu eröffnet wird. Die Organisation erinnerte daran, dass fast zwölf Jahre nach dem Verschwinden der Studenten weiterhin offene Fragen bestehen, etwa der Zugang zu relevanten militärischen Informationen und Fortschritte bei Auslieferungen, die für die Ermittlungen unerlässlich sind.




