Der Wahnsinn von Blockx kennt keine Bremsen
Der erst 21-jährige Belgier Alexander Blockx schreibt bei den Madrid Open seine Filmgeschichte weiter. An diesem Donnerstag schlug die Nummer 69 der Welt im Viertelfinale den Titelverteidiger Casper Ruud mit einem soliden 6:4, 6:4. Und das ist kein Zufall: Zuvor hatte er bereits Felix Auger-Aliassime und Francisco Cerúndolo eliminiert.
Das Unglaublichste ist, dass Blockx bis vor drei Wochen in Monte Carlo kein ATP-Match auf Sand gewonnen hatte. Jetzt steht er im Halbfinale eines Masters 1000. Das sagte er mit dieser Demut, die einen zum Verlieben bringt:
„Um ehrlich zu sein, bin ich einfach froh, hier zu sein. Selbst mein erstes Match hier gewonnen zu haben. Ich bin in der ersten Runde nur knapp davongekommen und war schon damit zufrieden. Das Halbfinale ist etwas, wovon ich zu Beginn nicht einmal geträumt hätte.“
Sein nächster Rivale wird der an Nummer zwei gesetzte Deutsche Alexander Zverev sein, der gerade Flavio Cobolli besiegt hat. Zverev strebt in Madrid sein viertes Finale an, doch Blockx gibt nicht auf.
Das Geheimnis seiner Explosion
Blockx erklärte, dass die Bedingungen in Madrid ihm wie angegossen gefielen: „Ich habe das Gefühl, dass es ein langsamer Sand ist, also habe ich Zeit, mich einzugewöhnen und meine Schläge zu machen. Gleichzeitig ist er aufgrund der Höhe und der Hitze ziemlich schnell. Das ist die perfekte Kombination für mich.“
Und Junge, nutzt er das aus? Gegen die Top-20-Gegner steht er 4:2, allesamt Siege in diesem Monat. Durch Ruuds Niederlage wird der Norweger erstmals seit 2021 aus den Top 20 ausscheiden.
Die andere Seite der Medaille
Bei der Auslosung der Frauen besiegte die junge Russin Mirra Andreeva, die 19 Jahre alt wurde, Hailey Baptiste mit 6:4, 7:6(8) und erreichte damit ihr drittes WTA-1000-Finale. Sie trifft auf die Ukrainerin Marta Kostyuk, die Anastasia Potapova besiegte.
Aber die Geschichte des Tages ist Blockx. Ein Junge, der ohne Siege auf Sand nach Madrid kam und jetzt vom Titel träumt. Wie man im Sport sagt: Wenn man es am wenigsten erwartet, kommt das Größte.




