Die Zahlen liegen auf dem Tisch und zeichnen ein klares Bild: Die Dynamik des mexikanischen Bankensektors verliert an Dynamik. Von Januar bis November letzten Jahres beliefen sich die Gewinne der im Land tätigen Banken auf 278.106 Millionen Pesos. Obwohl die Zahl monumental ist, verbirgt sie ein entscheidendes Detail: einen leichten Rückgang um real 0,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus den neuesten Daten der National Banking and Securities Commission (CNBV) hervorgeht.
Was Analysten am meisten beunruhigt, ist nicht nur dieser geringfügige Rückgang, sondern der Trend. Der Sektor verzeichnete drei Monate in Folge eine Abschwächung, ein Zeichen der Abkühlung, das perfekt mit dem langsameren Tempo der mexikanischen Wirtschaft insgesamt übereinstimmt. Es scheint, dass der Konjunkturzyklus die Finanzgiganten endlich einholt.
Die Auswirkungen des wirtschaftlichen Kontexts auf die Kreditwürdigkeit
Die wichtigsten Institutionen hatten bereits davor gewarnt. Das ganze Jahr über äußerten Führungskräfte des Sektors, dass eine geringere Wirtschaftsleistung unweigerlich zu einer geringeren Dynamik im Bankensektor führen würde. Die entscheidende Frage war: In welchem Umfang? Eine erste Antwort bieten die aktuellen Portfoliodaten. Ende November erreichten die gesamten ausstehenden Kredite 8 Milliarden 59.000 422 Millionen Pesos, was einem realen jährlichen Wachstum von 2,42 % entspricht. Ein Fortschritt, ja, aber bescheiden.
Trotz dieses Umfelds behalten die Behörden einen vorsichtig optimistischen Ton bei. Emilio Romano, Präsident der Association of Banks of Mexico (ABM), betonte:
„Wir gehen davon aus, dass die Kreditvergabe Ende 2025 real um 4,3 % und nominal um 8,3 % wachsen wird, und das bei einem wirtschaftlichen BIP-Wachstum von 0,3 % ist eine großartige Nachricht.“
Diese Erklärung unterstreicht die Bemühungen, die Widerstandsfähigkeit des Sektors und sein anhaltendes Engagement für die Finanzierung sowohl des produktiven Sektors als auch des Familienkonsums hervorzuheben. Eine weitere entscheidende Kennzahl sendet jedoch ein gelbes Signal aus: Die Ausfallrate des Systems lag im November bei 2,25 %, was einem Anstieg von 0,20 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Diese Erholung deutet darauf hin, dass sich die wirtschaftlichen Spannungen allmählich in der Zahlungsfähigkeit einiger Kunden widerspiegeln.
Hinter dem Aggregat: ein Mosaik unterschiedlicher Ergebnisse
Bei der Aufschlüsselung der Zahlen nach Instituten wird deutlich, dass nicht alle Banken im gleichen Fahrwasser unterwegs sind. Die absolute Spitzenposition behält BBVA México, dessen Gewinn sich auf 90 Tausend 467 Millionen Pesos belief, mit einem soliden realen jährlichen Wachstum von 3,11 %. Dieses Ergebnis ermöglicht es ihr, allein 32,5% des Gesamtnettoergebnisses des Systems zu erwirtschaften und eine marktbeherrschende Stellung zu festigen.
Der zweite Platz geht an Banorte mit einem Gewinn von 42.595 Millionen, obwohl hier der Wind gegenläufig ist: Es verzeichnete einen realen Rückgang von 2,41 %. Dennoch behält es einen robusten Anteil von 15,3 %.
Das Podium komplettiert Santander mit einer bemerkenswert positiven Leistung: Gewinn von 28.866 Millionen und einer positiven realen jährlichen Variation von 5,12 %.Weiter unten in der Liste sind die Bewegungen abrupter:
- Inbursa meldete einen starken realen Rückgang seiner Gewinne um 11,76 % (20.436 Millionen).
- Banamex stellt mit 15.238 Millionen einen Sonderfall ohne Jahresvergleich dar, da es sich kürzlich von Citi getrennt hat.
- Zu den größten Rückgängen zählen die Scotiabank (-12,62 %) und insbesondere die Banco del Bajío, deren Gewinn um deutliche 17,16 % zurückging.
- Auf der anderen Seite sticht HSBC hervor, das eines der kräftigsten Zuwächse erzielte: Der Gewinn stieg real um 17,53% auf 7.896 Millionen.
- Banregio schließt die Top Ten mit einem leichten realen Rückgang von 1,48 % (5.898 Millionen) ab.
Dieses Mosaik zeigt, dass die Verlangsamung nicht gleichmäßig ist. Während es einigen Akteuren gelingt, den Sturm zu überstehen und sogar stark zu wachsen – wie etwa HSBC – stehen andere vor größeren Herausforderungen, ihre Rentabilität in einem komplexeren makroökonomischen Umfeld und mit steigenden Forderungsausfällen aufrechtzuerhalten.
Die letzte Botschaft ist klar: Nach Jahren außergewöhnlichen Wohlstands tritt das mexikanische Bankwesen in eine Phase der Normalisierung und Feinanpassung an die nationale wirtschaftliche Realität ein.
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