Die Auslieferung von Rocha Moya: zwischen Beweisen und Politik
Der Gouverneur von Sinaloa, Rubén Rocha Moya, steht mit einem Fuß im Flughafen. Das Auslieferungsersuchen der Vereinigten Staaten liegt bereits auf dem Tisch des Außenministeriums, und das Ergebnis sieht wie immer eher politisch als juristisch aus.
Virginia Petrova Georgieva, eine Ibero-Forscherin, macht es deutlich: Artikel 6 des Vertrags verlangt von den USA, stichhaltige Beweise für Rochas angebliche Verbindungen zum Sinaloa-Kartell vorzulegen. Aber seien Sie vorsichtig, Artikel 12 gibt Mexiko einen Joker: Es kann weitere Informationen anfordern, wenn das Ergebnis nicht überzeugt. „Es ist sehr schwierig, eine Auslieferung allein aufgrund fehlender Beweise zu verweigern“, sagt Petrova. Übersetzung: Mangel an Beweisen ist keine automatische Entschuldigung.
Die SRE hat die Akte bereits an die FGR weitergeleitet, die sie nun mit der Lupe analysiert. Wenn sie etwas Interessantes finden, können sie die vorläufige Verhaftung des Gouverneurs beantragen und ihn einem Richter vorführen. Aber die wahre Macht liegt woanders.
Das letzte Wort stammt von Sheinbaum
Die Justiz wird prüfen, ob es Gründe gibt, den Prozess zu stoppen: politisches Verbrechen, drohende Todesstrafe oder ob er bereits wegen derselben Sache vor Gericht gestellt wurde. Aber die endgültige Entscheidung, betont Petrova, liege beim Bundesvorstand. Das heißt, von Claudia Sheinbaum. Durch die SRE hat der Präsident die Oberhand.
Und Transparenz? Hier wird die Angelegenheit unter diplomatischer Geheimhaltung behandelt, obwohl Mexiko bereits zuvor ähnliche Fälle ausgestrahlt hat. Erwarten Sie keine Reality-Show.
Das Prinzip, das Mexiko binden kann
Hier kommt der entscheidende Teil: Wenn mexikanische Behörden an der Beweiserhebung beteiligt waren, gilt der Grundsatz „Anklagen oder Ausliefern“. Mit anderen Worten: Wenn Mexiko beschließt, Rocha nicht auszuliefern, ist es verpflichtet, ihn hier strafrechtlich zu verfolgen. „Wenn die mexikanische Regierung an den Ermittlungen beteiligt wäre und genügend Beweise vorliegen würden, könnte sie die Auslieferung nicht einfach leugnen und den Fall ohne rechtliche Konsequenzen belassen“, sagt Petrova.
Während der Gouverneur wartet, spielt sich das eigentliche Drama im Nationalpalast ab.




