Ein verrückter Samstag für Mercedes
Andrea Kimi Antonelli hat sich gerade in die Rekordbücher eingetragen. Mit nur 19 Jahren erreichte der Mercedes-Pilot an diesem Samstag als jüngster in der Geschichte die Pole-Position für einen kompletten Formel-1-Grand-Prix.
Und das tat er, nachdem Teamkollege George Russell, der Stunden zuvor das Sprintrennen gewonnen hatte, ein schwieriges Qualifying hatte. Technische Probleme zwangen den Briten, auf der Strecke anzuhalten und langsam an die Box zurückzukehren.
„Es ist erst der Anfang, also kommt natürlich noch viel mehr. Ich freue mich auf morgen“, sagte Antonelli nach seiner Leistung.
Dem Team gelang es, Russells Auto innerhalb weniger Sekunden zum Laufen zu bringen. Er fuhr eine Zeit, die ihm den zweiten Platz einbrachte, nur 0,222 Sekunden hinter dem italienischen Wunderkind.
Ferrari lauert von hinten
Die Ferraris von Lewis Hamilton und Charles Leclerc starten auf den Plätzen drei und vier. Ihre bekanntermaßen schnellen Starts könnten eine echte Bedrohung für Mercedes sein, wenn die Lichter ausgehen, wie sie bereits in Australien und im Sprint am Samstag bewiesen haben.
Russell beschrieb seine Sitzung als „verrückt“ und machte einen beschädigten Frontflügel und Getriebeprobleme dafür verantwortlich. Seine letzte Zeit musste er mit schwacher Batterie und kalten Reifen erreichen.
Im morgendlichen Sprintrennen war es dem Briten gelungen, den Ferrari-Angriff einzudämmen. Hamilton und Leclerc waren am Start schnell und tauschten in den ersten Runden die Positionen mit Russell.
„Lewis hat in den ersten paar Runden einen unglaublichen Job gemacht. Er hat mich überrascht – 20 Jahre Erfahrung. Ich muss also noch ein bisschen lernen“, gab Russell über seinen erfahrenen Teamkollegen zu.
Hamilton erhielt in Shanghai stehende Ovationen vom Publikum, als er vom Startplatz aus auf Chinesisch begrüßte. Im Sprint wurde er schließlich Dritter hinter Leclerc.
Anpassung an eine neue Ära
Große technische Änderungen für 2026 – die radikalsten seit einem Jahrzehnt – stellen Piloten weiterhin auf die Probe. Die neue Formel erfordert einen Ausgleich von elektrischer Energie und interner Verbrennung zu 50 %.
Russell ist einer seiner größten Verteidiger und verglich den Sprintkampf mit „Gokart-Rennen“. Er sagte, er könne sich nicht an eine Formel 1 erinnern, bei der drei oder vier Autos so gleichmäßig um eine Position kämpften.
Nicht alle sind so glücklich. Max Verstappen, vierfacher Weltmeister, belegte im Sprint den neunten Platz und war klar:
„Alles, was schiefgehen konnte, ist schiefgegangen. Wir müssen einfach nur Ordnung in unsere Sachen bringen.“
Während einige darum kämpfen, die manchmal unvorhersehbare elektrische Energie zu beherrschen, hat ein Teenager namens Kimi Antonelli gerade gezeigt, dass die Zukunft bereits da ist.




