Sexsymbol oder Schauspieler? Almodóvar hat seine Zweifel
Jacob Elordi ist überall. Oscar-Nominierung für Del Toros „Frankenstein“ mit Margot Robbie und sogar für den neuen Film von Ridley Scott. Aber Pedro Almodóvar hat gerade inmitten dieses Medienbombardements eine skeptische Bemerkung gemacht.
Alles passierte im Podcast La pija y la quinqui. Ein Moderator erzählte ihm, dass Elordi spanische Filme machen möchte und hat den Mann aus La Mancha um eine Chance gebeten. Pedros Antwort war ein Geschoss feiner Ironie.
„Jacob Elordis Ruhm, den ich sehe, ist wahr… Ich zweifelte immer noch daran, ob er nur ein Sexsymbol oder ein angesehener Schauspieler war.“
Autsch. Bis auf die Knochen. Dabei blieb es nicht. Er sprach über seine Oscar-nominierte Rolle und beschrieb sie als „einen ziemlich bequemen Job für einen Schauspieler“. Seiner Meinung nach schränkt Frankensteins Monster den Ausdrucksbereich ein.
„Er muss mit leiser Stimme sprechen, weil er ein bisschen unmenschlich ist. Daher ist es viel einfacher, in diesem Ton zu sprechen als in anderen, ausdrucksstärkeren Tönen.“
Und dann kam der Kommentar zum Bild. Er sagte, dass alle vorherigen Frankensteins „dreckige Wesen“ gewesen seien, aber dass diesem „ein Paket gegeben wurde. Es ist ein heißes und sexuelles Bild.“ Im Grunde deutet es darauf hin, dass ein Teil seines Erfolgs auf seine Körperlichkeit und nicht nur auf sein Schauspiel zurückzuführen ist.
Sein Fazit war klar: „Wir müssen ihn in einer anderen Rolle sehen, die mehr von ihm verlangt.“ Und über die Möglichkeit, Regie zu führen, sagte er nur: „Ich kann darüber nachdenken.“ Ein Vielleicht, das eher nach Desinteresse als nach Begeisterung klingt.
Während Elordi in Hollywood seine Positionen erklimmt, wirft ihm einer der angesehensten spanischen Filmemacher einen Fehdehandschuh hin. Oder besser gesagt, es verlangt von ihm zu beweisen, dass er mehr als nur ein glückliches, hübsches Gesicht ist.




