Von Pop zu Rock: die Neuerfindung, die niemand kommen sah
Ximena Sariñana, die vielseitige Künstlerin, die uns mit Pop-Balladen und Soap-Opera-Soundtracks erobert hat, hat gerade eine EP veröffentlicht, die jeden Fan verzerrter Riffs vor Rührung zum Weinen bringen würde. „Rompe“, ihr neues musikalisches Juwel, ist, als hätten Alanis Morissette und Julieta Venegas in CDMX ein Baby in einer Punk-Garage großgezogen. Und das Beste? Ximena selbst beschreibt es als „das gitarrenreichste Projekt“ ihrer Karriere. Endlich jemand, der seine Teenagerversprechen hält!
Touren, Chaos und mysteriöse Blondinen
Zwischen Hipster-Cafés und Underground-Foren gestand die Sängerin, dass diese vier Songs („Nada“, „Rompe“, „Chispa rojo“ und „Party in my room“) schon seit zwei Jahren vor sich hin brodelten. Jetzt präsentiert er sie auf einer US-Tournee, die Stationen in Städten wie Los Angeles und New York einschließt, denn natürlich gibt es keinen besseren Ort für ein Rock-Debüt als das Land der Hot Dogs und Fender-Gitarren?
Das Video zu „Chispa rojo“ – einem visuellen Delirium mit Choreografie zwischen Blondinen im Stil von Mulholland Drive – ist ihrer Meinung nach eine Metapher für „das emotionale Chaos, sich selbst neu zu erfinden“. Im Grunde das, was wir alle empfinden, wenn wir versuchen, um 6 Uhr morgens nach einer Party Yoga zu machen.
Lebensphilosophie: Alles oder nichts (im wahrsten Sinne des Wortes)
Der Satz „Alles sei alles oder nichts“ gibt der EP nicht nur ihren Titel, sondern fasst auch ihr existenzielles Mantra zusammen. „Mit zunehmendem Alter lässt die Intensität nach, aber auch das Gefühl sinkt“, sagt die zweifache Mutter, die mit 39 Jahren beweist, dass Rock kein Verfallsdatum hat. Nehmen Sie das, eine Gesellschaft, die glaubt, dass man nach 30 nur noch Jazz- oder Selbsthilfe-Podcasts hören kann.
Apropos Stereotypen brechen: Sariñana war auch Teil des Teams hinter dem Hera Festival, einem exklusiven Raum für Künstlerinnen. Denn ja, das Patriarchat wird auch mit Verstärkern auf voller Lautstärke bekämpft.
Die ernste Seite: Tragödien und Reflexionen
Das Gespräch nahm eine Wendung, als die Tragödie beim Ceremonia Festival erwähnt wurde, bei dem zwei Fotojournalisten ihr Leben verloren. „Es lag Fahrlässigkeit vor“, stellte er grob fest und unterstrich damit die Notwendigkeit der Solidarität in der Branche. Eine Erinnerung daran, dass es hinter den Kulissen Geschichten gibt, die nicht immer ein Happy End haben.
Die Moral? Wie “Chispa rojo” sagt: Es ist nie zu spät, dem nachzugehen, was Sie zum Schwingen bringt … selbst wenn das bedeutet, dass Sie Ihr Musikgenre, Ihr Aussehen oder Ihre Mentalität ändern müssen. Und wenn Ihnen jemand sagt, dass Rock nur etwas für Männer mit fettigen Haaren ist, schicken Sie ihn zum Anhören dieser EP. Natürlich mit Liebe.
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