Resilienz wird zum Menschen
Lindsey Vonn hat es schon einmal durchgemacht. Und er weiß, wie man gewinnt. Vier Tage vor den Spielen, als das Kreuzband im linken Knie komplett gerissen war, ist die Reaktion der amerikanischen Skifahrerin ein klares Beispiel für Wettbewerbsmentalität.
„Mein Knie ist nicht geschwollen und mit Hilfe einer Knieorthese bin ich zuversichtlich, dass ich am Sonntag antreten kann“, sagte Vonn. „Solange es eine Chance gibt, werde ich es versuchen… ich werde alles tun, was in meiner Macht steht.“
Der Unfall ereignete sich am Freitag in Crans-Montana, Schweiz. Er landete in Sicherheitsnetzen und musste per Hubschrauber evakuiert werden. Aber für sie ist das nur ein weiterer Schlag auf dem Weg.
Eine Geschichte der Verbesserung
Seine Karriere ist ein Handbuch der Comebacks. 2013 erlitt er einen Riss im rechten Knie. Sie verpasste Sotschi 2014. Bei der Weltmeisterschaft 2019 kam sie geschlagen an… und gewann Bronze.
„Ich war schon einmal in dieser Situation. Ich weiß, wie ich damit umgehen muss“, sagte er. „2019 habe ich mit einem Bänderriss und drei Brüchen eine Medaille gewonnen. Das ist mir nicht unbekannt.“
Seine Rückkehr in der letzten Saison war reine Elektrizität. Mit 40 Jahren führte er nach fast sechs Einsätzen erneut die Abfahrtsstrecke an, mit zwei Siegen und drei weiteren Podestplätzen. Er fährt Ski mit einem Teiltitanimplantat im rechten Knie.
Nun blickt er nach Cortina, wo er den Rekord für die meisten Weltcupsiege hält. Ihr erstes Rennen wird am Sonntag die Abfahrt der Damen sein. Dann kämen der Super-G und der neue Teamtest.
Das Training am Donnerstag wird der erste echte Test sein. Aber wenn Lindsey Vonn spricht, lernt man, die Macht des Willens über jede medizinische Diagnose nicht zu unterschätzen.




