Das Spektakel wird zur Tragödie
Es scheint, dass sie sich bei der Dubai Air Show entschieden haben, eine außerplanmäßige Zahl auf ihre Werbetafel zu setzen: den schrecklichen und tödlichen Flug eines indischen Kampfflugzeugs direkt auf den Boden. In einer Wendung, die sich niemand gewünscht hatte, die aber alle Zuschauer kostenlos mit ihrem Ticket erhielten, entschied ein HAL Tejas, dass das Fliegen ein Vorschlag und keine Verpflichtung sei, und stürzte spektakulär am Dubai-Al Maktoum International Airport ab. Die indische Luftwaffe berichtete mit dem lobenswerten Ziel, das Offensichtliche zu bestätigen, dass der Pilot die improvisierte Landung tatsächlich nicht überlebt habe. Was für eine Überraschung, oder?
Die Szene war eines Hollywood-Blockbusters würdig, aber ohne Happy End: ein großer Feuerball und eine schwarze Rauchsäule, die so dicht war, dass selbst Umweltschützer ihre Hände auf den Kopf legten. Unterdessen stürmten Einsatzfahrzeuge zum Einsatzort, als hätte jemand eine freie Bar Löschschaum angekündigt. Die Familien, die einen lustigen Freitag erwarteten und unmögliche Manöver in der Luft beobachteten, bekamen den Schrecken ihres Lebens. Denn nichts ist so „Familientag“ wie der Anblick, wie ein Symbol nationaler Luftfahrtmacht zu einem improvisierten Scheiterhaufen wird.
Forschung und Lehrbucherklärungen
Angesichts der Katastrophe haben die indischen Behörden mit der für sie typischen bürokratischen Geschwindigkeit angekündigt, dass sie „ein Untersuchungsgericht einrichten“ werden. Komm schon, sie werden ein Komitee bilden, um herauszufinden, warum ein Flugzeug, das fliegen sollte, plötzlich beschlossen hat, es nicht zu tun. Unterdessen twitterte das Dubai Press Office schnell, dass die Notfallteams „schnell reagierten“. Natürlich ist es beruhigend zu wissen, dass sie die Scherben einer vorhergesagten Tragödie wirksam aufsammeln können.
Und hier wird das Drehbuch besonders spannend. Es stellte sich heraus, dass die indische Armee nur einen Tag vor dem Unfall auf Gerüchte in den sozialen Medien reagierte, wonach bei einem Tejas ein Ölleck aufgetreten sei. Sie bestritten dies mit der Vehemenz eines Wahlkampfpolitikers und nannten die Veröffentlichungen „falsch“ und „haltlose Propaganda“. Was für ein Zufall, dass unmittelbar danach ein Flugzeug desselben Modells in Stücke zerfällt. Auf den kursierenden Bildern war zu sehen, wie Flüssigkeit aus dem Gerät tropfte, worauf das Militär mit bewundernswerter Kreativität erklärte, es handele sich lediglich um „kondensiertes Wasser“. Natürlich, denn wir alle wissen, dass die Kampfflugzeuge der neuesten Generation in der Regel Probleme mit der Kondensation haben wie eine alte Klimaanlage.
Um das Ganze abzurunden, wurde die Flugshow nur anderthalb Stunden nach dem Absturz wieder aufgenommen. Denn wie könnte man das Andenken eines verstorbenen Piloten besser ehren, als so zu tun, als wäre nichts passiert, und die Russischen Ritter über den rauchenden Trümmern durch den Himmel fliegen zu lassen? Das Leben und das Geschäft müssen weitergehen. Es ist die Luftfahrtversion von „Sweep and Take Home“.
Der geopolitische Kontext und die Ironie der Verzögerungen
Die Tejas ist nicht nur ein Flugzeug; Es ist der Stolz der indischen Luftfahrtindustrie, die große Hoffnung, dem wachsenden Einfluss Chinas und seinem Vorgehen gegenüber Pakistan entgegenzuwirken. Der Druck, seine Zuverlässigkeit unter Beweis zu stellen, ist enorm, was diesen Unfall auf internationaler Bühne peinlicher macht, als auf dem roten Teppich der Oscars zu stolpern. Das indische Verteidigungsministerium hatte im September einen hochkarätigen Vertrag über den Erwerb von 97 dieser Kampfflugzeuge unterzeichnet. Die Auslieferung soll bis 2027 erfolgen. Voraussetzung ist natürlich, dass sie mehr Zeit zum Fliegen bringen, als sie in der Werkstatt verbringen.
Denn das Tüpfelchen auf diesem Unsinnskuchen sind die Verzögerungen. Ein früherer Vertrag über 83 Flugzeuge aus dem Jahr 2021 liegt aufgrund eines „Mangels an Triebwerken“, die aus den USA importiert werden müssen, praktisch auf Eis. Das ist richtig: Das Banner der defensiven Eigenständigkeit Indiens hängt davon ab, dass ein ausländischer Lieferant ihnen rechtzeitig Teile liefert. Technologische Unabhängigkeit vom Feinsten. Dies ist leider kein Einzelfall. Letztes Jahr stürzte ein weiterer Tejas in Rajasthan ab, obwohl der Pilot damals, mehr Glück als sein Kollege in Dubai, rechtzeitig aussteigen konnte. Es scheint, dass die Lernkurve dieses Geräts mit Testflugzeugen und Leben bezahlt wird.
All dies geschieht in einer Region, in der Feuchtigkeit und Nebel bekannte Faktoren sind. Man könnte meinen, dass ein moderner Kampfjet auf vorhersehbare Wetterbedingungen vorbereitet wäre, aber offenbar enthält das Tejas-Handbuch ein Kapitel mit der Überschrift „Wie man der Luftfeuchtigkeit in Würde erliegt.“
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