Die Prekarität der Hausarbeit in Mexiko
Hausangestellte in Mexiko erhoben ihre Stimme und forderten die volle Anerkennung ihrer Arbeit. Während einer vom National Center for the Professional Training and Leadership of Domestic Employees (CACEH) organisierten Diskussion prangerten sie an, dass die häusliche Beschäftigung weiterhin von Ungleichheit, Informalität und fehlenden Rechten geprägt sei.
„Es handelt sich nicht um Hilfe, Gefälligkeit oder Sitte, sondern um Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes, und daher muss sie mit einem fairen Lohn, sozialer Sicherheit, respektvollem Umgang, klaren Regeln und frei von Gewalt ausgeführt werden“, erklärten die Arbeiter.
Silvana Carranza, Aktivistin, erinnerte daran, dass mehr als ein Jahrzehnt nach der Verabschiedung des ILO-Übereinkommens 189, das Standards zur Gewährleistung menschenwürdiger Bedingungen und sozialen Schutzes festlegt, „Regulierungsfortschritte immer noch nicht vollständig im täglichen Leben zum Ausdruck kommen“.
Marcelina Bautista, Gründerin von CACEH, präsentierte überzeugende Daten: 98 von 100 Hausangestellten haben keinen schriftlichen Vertrag und nur 4 von 100 haben Zugang zu Gesundheitsdiensten. „Der Abstand zwischen der rechtlichen Anerkennung und ihrer tatsächlichen Einhaltung ist immer noch enorm“, stellte er fest.
Die Veranstaltung brachte Beamte des STPS, des IMSS, der ILO und Spezialisten zusammen. In den Schlussfolgerungen verpflichteten sich die Behörden zur Stärkung von Sensibilisierungsprogrammen und Kampagnen, um Arbeitgeber zu ermutigen, angemessene Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.
Der Kampf für die Würde der Hausarbeit in Mexiko geht weiter, und die Zahlen zeigen, wie dringend es ist, vom Reden zum Handeln überzugehen.




