Taktische Pause, die das Spiel definierte
Die Schweiz besiegte Bosnien-Herzegowina mit 4:1 in einem Spiel, bei dem die Strategie der Trinkpausen entscheidend war. Trainer Murat Yakin plante kurz nach der Pflichtpause in der zweiten Halbzeit einen Dreifachwechsel und veränderte damit den Spielverlauf.
Bis zu diesem Moment verlief das Duell spannend und torlos. Beide Teams neutralisierten sich gegenseitig. Aber Yakin entschied sich für Geschwindigkeit. Johan Manzambi, 20, und Rubén Vargas nahmen teil. Die Wette hat sofort funktioniert.
Manzambi erzielte in der 74. Minute mit einem spektakulären Volleyschuss den ersten Treffer, sein erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft. Kurz darauf hatte Bosnien nur noch 10 Mann, als Tarik Muharemovic wegen eines gefährlichen Zweikampfs vom Platz gestellt wurde.
„Es war sehr wichtig, dass wir nach der zweiten Trinkpause einige Dinge geändert haben, denn dann kann der Gegner nicht sofort reagieren“, erklärte Yakin. „Wir haben sehr schnelle Spieler eingesetzt, mit denen unser Gegner nicht mithalten konnte. Auf dem Flügel entstanden Lücken. Das war meine Strategie.“
Vargas baute die Führung in der 84. Minute aus. Manzambi traf in der 90. Minute nach einem Pass von Vargas erneut. Kapitän Granit Xhaka glich in der Nachspielzeit mit einem Elfmeter aus.
Mit diesem Sieg übernimmt die Schweiz die Kontrolle über ihre Gruppe. Das Team zeigte, dass von anderen Gruppen kritisierte Trinkpausen eine taktische Waffe sein können, wenn sie intelligent eingesetzt werden.




