Das Podium des Todes: Wenn es kein Grund zum Stolz ist, der Erste zu sein
Ah, Sinaloa, das Land der Sonne, des Meeres und … oh Überraschung!, die Führung bei Morden. Die Leiterin der SESNP, Marcela Figueroa, berichtete mit der Feierlichkeit, als würde jemand einen Nobelpreis verkünden, dass dieser Staat im Juni zum unangefochtenen Champion in der Mord-Rangliste gekrönt wurde. Welchen Preis erhalten sie? Wahrscheinlich mehr Bundeseinsätze und alarmierende Schlagzeilen. Herzlichen Glückwunsch!
Aber keine Sorge, Guanajuato wurde in diesem makabren Rennen nicht zurückgelassen. Mit respektablen 8,7 % der landesweiten Tötungsdelikte holte es sich die Silbermedaille, dicht gefolgt von Baja California (8,2 %). Wenn wir das Panorama auf die erste Hälfte des Jahres 2025 ausdehnen, liegt Guanajuato natürlich an der Spitze: 12,6% der nationalen Gesamtzahl. Liegt es am Klima, an der Gastronomie oder einfach an einer unerklärlichen Vorliebe für Gewalt?
Die Mathematik des Todes: Weniger ist mehr?
Hier kommt der komische Teil (oder tragische Teil, je nachdem, wie man es betrachtet): Während Figueroa einen Rückgang der vorsätzlichen Tötungsdelikte um 24,5 % im Vergleich zum September 2024 und Juni 2025 feiert, sind die absoluten Zahlen immer noch Anlass zum Weinen. Wir sind von 869 täglichen Morden auf nur 656 gestiegen. Was für eine Erleichterung! Jetzt sterben nur noch alle fünf Minuten zwei statt drei Menschen. Fortschritt? Naja, wenn die Statistiken das sagen…
Und damit ist es noch nicht getan. Der Beamte betonte mit der Begeisterung eines Versicherungsvertreters, dass schwerwiegende Straftaten seit 2018 um 44,3 % zurückgegangen seien. Fantastisch! Natürlich, außer Erpressung, die anscheinend die einzige „Extremsportart“ ist, die nicht an Popularität verliert. Aber hey, Feminizide sanken um 24,2%, Entführungen 72,2% und Raubüberfälle mit Gewalt zwischen 8,1% und 55,6%. Was haben sie gut gemacht? Haben sie Handbücher darüber verteilt, wie man ein Verbrecher ist, aber in Maßen?
„Andere Raubüberfälle mit Gewalt gingen um 8,5 % zurück“, schlussfolgerte Figueroa. Wie konkret. Gehört dazu auch der Diebstahl von Herzen? Denn bei diesen Zahlen bleibt nur noch die Romanze Mexikos mit seiner ewigen Sicherheitskrise.
Moralisch? Statistiken zeichnen vielleicht ein weniger blutiges Bild, aber wenn Sinaloa und Guanajuato weiterhin um den ersten Platz bei den Morden konkurrieren, sollten wir uns vielleicht fragen: Sind wir wirklich besser dran oder haben wir gerade gelernt, Leichen besser zu zählen?
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