Zahlen, die weh tun, und ein Fall, der voranschreitet
Staatsanwältin Claudia Sánchez Kondo veröffentlichte die Information: In diesem Jahr wurden in Sinaloa 17 Frauen ermordet. Davon gelten 14 bereits als Femizide. Die Forschungsmappen seien offen, sagt er. Es werden Beweise, Zeugenaussagen, Gutachten gesammelt. Theoretisch wird das Protokoll befolgt.
Aber die Zahlen sprechen für sich. Zwei Monate. Vierzehn Menschen starben, weil sie Frauen waren. Die Justizmaschinerie dreht sich, aber das Bluten hört nicht auf.
Das Gesicht hinter einer Zahl
Der jüngste Fall gab der Statistik einen Namen: Rubí Patricia, eine suchende Mutter. Sie wurde am 27. Februar tot in einer Wohnung in Mazatlán aufgefunden.
„Der Angeklagte José Manuel ‚N‘, 24 Jahre alt, ging, nachdem er mit seiner Freundin zusammengelebt hatte, mit einem Messer zum Haus des Opfers“, erläuterte die Anklage.
Die Bilanz war brutal: 14 Verletzungen durch eine scharfe Waffe. In der ersten Anhörung brachte der Richter ihn mit einem Verfahren wegen schweren Femizids in Verbindung und erteilte ihm eine informelle Sicherungsverwahrung. Er und seine Anwälte behalten sich das Recht vor, auszusagen.
Ein Schritt im juristischen Labyrinth. Ein kleiner Schimmer von Gerechtigkeit für eine zerrüttete Familie. Aber die unangenehme Frage bleibt: Was ist mit den anderen dreizehn? Und die, die noch kommen?
Der Staatsanwalt stellt Klagen vor. Erwähnt Beweise, Videos, Elemente, die zum mutmaßlichen Täter führen. Klingt nach einem funktionierenden System. Aber die makabre Bilanz des Jahres – 14 Femizide in 60 Tagen – schreit anders.
Sie arbeiten mit der Beweiserhebung, sagt sie. Unterdessen legt Sinaloa weiter zu.




