‘Lasst uns warten, lasst uns nicht überstürzen’
Präsidentin Claudia Sheinbaum machte am Donnerstag ihren Standpunkt zum Lärm um das T-MEC klar. Nachdem er mit Donald Trump gesprochen hatte, war seine Botschaft von Vorsicht geprägt. Ein Aufruf zur Ruhe, der eher nach Strategie als nach Unentschlossenheit klingt.
„Lasst uns abwarten, lasst uns nicht überstürzen“
Der wie ein Mantra wiederholte Satz soll das Feuer der Spekulation löschen. Sheinbaum weiß, dass in diesem kommerziellen Spiel ein schlechter Zug kostspielig sein kann. Deshalb zieht er kalkuliertes Schweigen einer übereilten Ankündigung vor.
Die Beziehung zu Kanada: ein separates Thema
Unterdessen betonte er, dass die Handelsbeziehungen mit Kanada weiterhin ihren eigenen Weg gehen. Nicht alles läuft über Washington. Häfen und direkter Austausch sind eine Realität, die nicht von der Laune einer dreiseitigen Überprüfung abhängt.
Hinter den Kulissen ist Wirtschaftsminister Marcelo Ebrard bereits vor Ort. Seine Treffen in Washington mit Howard Lutnick und Botschafter Jamieson Greer sind der operative Teil dieser „Abwarten-und-sehen“-Strategie. Während Sheinbaum von Geduld spricht, verhandelt sein Team bereits über die Details.
Das Merkwürdige ist das Timing. Lutnick hatte bereits einen Termin für die Überprüfung festgelegt: die zweite Hälfte dieses Jahres. Sheinbaum erwähnt es, als wäre es eine Neuigkeit, obwohl es in Wirklichkeit bestätigt, was bereits bekannt war. Rhetorik oder Taktik?
Am Ende ist die Botschaft klar: Mexiko wird sich aufgrund des Mediendrucks nicht bewegen. Doch zwischen den Zeilen ist die diplomatische und kommerzielle Maschinerie bereits in Gang. Geduld, so scheint es, ist auch ein Weg, voranzukommen.




